Erkelenz: Europaschule beschränkt Zahl der Schüler

Erkelenz : Europaschule beschränkt Zahl der Schüler

Die Zügigkeit der Europaschule wurde auf der letzten Sitzung des Schulausschusses auf fünf festgelegt. Noch Ende 2009 waren sechs Züge als Höchstgrenze beschlossen worden. Schon damals war eine weitere Verringerung angekündigt worden.

Eine Begrenzung auf fünf Züge wirke sich positiv auf die Unterrichtsgestaltung und die für den Ganztag nötigen Rahmenbedingungen aus. Schon im laufenden Schuljahr wurden nur fünf Züge mit insgesamt 152 Schülern neu aufgenommen.

Schulleiter Willi Schmitz betonte im Ausschuss, dass die Schule sich freiwillig für eine Begrenzung auf fünf Züge entscheiden habe, um die Qualität der pädagogischen Arbeit auch weiterhin zu gewährleisten. Die Regelung gilt ab 1. August 2011.

Als vorrangiges Ziel wurde die Versorgung der Erkelenzer Schüler genannt. Rund ein Drittel der Schüler an der Europaschule stammen aus den umliegenden Kommunen, wo oftmals ein gleichwertiges Angebot bestehe.

Umfassendes Schulangebot

Auch die Begrenzung des benachbarten Cusanus auf sieben Züge stand auf der Tagesordnung. In Reaktion auf den kreisweiten Schulentwicklungsplan und um kreisweit ein umfassendes Schulangebot sichern zu können, sollen die Kommunen darauf einwirken, dass vorrangig Schüler aus dem eigenen Einzugsbereich beschult werden.

Eine Strategie, die für Erkelenz angesichts der Prognosen des Schulentwicklungsplans durchaus sinnvoll ist. In der derzeitigen Eingangsklasse werden am Cusanus sieben Klassen unterrichtet, im Cornelius-Burgh nebenan sind es vier. Bei einer Beschränkung auf diese Anzahl können zukünftig rund 330 Schüler in Erkelenz von der Grundschule aufs Gymnasium wechseln.

Dies sei als „vollkommen ausreichend anzusehen”, hieß es in der Beschlussvorlage, da aufgrund des demografischen Wandels auch von einer Verringerung der Schülerzahlen auszugehen sei. Derzeit ist rund jeder zweite Schüler einer weiterführenden Schule in Erkelenz Gymnasiast.