Aachen: Etschenberg stellt im Kreishaus Weichen

Aachen : Etschenberg stellt im Kreishaus Weichen

Noch ist Helmut Etschenberg als Städteregionsrat nicht in Amt und Würden. Doch der derzeitige Kreisdirektor hat in Abstimmung mit der Verwaltungskonferenz hausintern bereits wichtige Weichen gestellt.

Während die bisherige Kernstruktur der Kreisverwaltung mit fünf Dezernaten erhalten bleibe, werde es „aus inhaltlichen Gründen” aber zu einigen Umverteilungen kommen, sagt der 62-Jährige, dessen „Priorität die Entwicklung der Städteregion ist”.

Und so werden in seinem Dezernat auch in Form von diversen Stabsstellen die Fäden der Regionalplanung und -entwicklung sowie der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zusammenlaufen. Diese Bereiche waren bislang nur in Teilen beim Dezernat von Landrat Carl Meulenbergh angesiedelt.

War Etschenbergs Vorgänger zugleich auch Kämmerer, schlägt der Städteregionsrat den Finanzbereich dem Dezernat von Axel Hartmann zu, der weiterhin für die Kommunalaufsicht und das Personal zuständig ist. Zudem wird der Stolberger allgemeiner Vertreter von Etschenberg.

Diesen Posten wird Hartmann indes im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht als Kreis- beziehungsweise Städteregionsdirektor bekleiden können.

Der Grund: Laut Kreisordnung muss diese Position mit einem Volljuristen besetzt werden - und das ist Hartmann eben nicht. Zwar sei diese Konstruktion nicht die Regel, aber auch nicht unüblich, sagt Etschenberg. Und überhaupt: „Es ist meine persönliche Entscheidung.”

Neben Hartmann bleiben auch die Dezernenten Gregor Jansen und Uwe Zink auf ihren Posten. Jansen gibt die Bereiche Veterinärwesen und Verbraucherschutz an Zink ab, ist aber für ein erweitertes Schulamt inklusive Bildungsbüro sowie für die Felder Ordnung und Rettungswesen sowie Kinder, Jugend und Familie zuständig. Zink bleibt Bau- und Umweltdezernent. Zudem ist er für das Straßenverkehrsamt zuständig.

Bleibt das jetzige Dezernat von Etschenberg, das er mit seinem Wechsel an die Verwaltungsspitze aufgeben wird und in dem künftig die Aufgaben Soziales, Arbeit, Gesundheit und Altenarbeit gebündelt wahrgenommen werden sollen. Ist die Struktur klar, fehlt indes noch Etschenbergs Nachfolger oder Nachfolgerin.

In der kommenden Woche werde die Stelle ausgeschrieben, sagt der künftige Städteregionsrat und hofft, dass „wir bis Ende November Klarheit haben”. Interesse an einem solchen Posten hatte - zumindest vor einigen Monaten - der Leiter des Aachener Sozialamtes, Günther Schabram von den Grünen, öffentlich bekundet.

Ob er es wird, wird sich zeigen. Jedenfalls will Etschenberg beim Besetzungsverfahren eine Tradition von Landrat Meulenbergh übernehmen, indem eine um die politischen Fraktionen erweiterte Verwaltungskonferenz entscheidet.