Wegberg: Etat mit Überschuss

Wegberg : Etat mit Überschuss

Mit Zuversicht blickt die Wegberger Stadtverwaltung in die Zukunft. Im Entwurf des Haushaltsplanes für dieses Jahr steht unter dem Strich ein Überschuss von 120 578 Euro.

Dieser Betrag soll der Ausgleichsrücklage zugeführt werden, der im vergangenen Jahr noch 390 141 Euro entnommen werden mussten, um den Etat ausgleichen zu können.

Den so genannten ordentlichen Erträgen von rund 48 Millionen Euro stehen ordentliche Aufwendungen von rund 45,5 Millionen Euro gegenüber. Für Investitionen ist eine Kreditaufnahme von rund 3,68 Millionen Euro vorgesehen.

Die Neuverschuldung der Stadt Wegberg steigt um 1,2 Millionen Euro. Vornehmlich der Bau einer Schulmensa und die Einrichtung von Ganztagsschulen führt nach Ansicht von Bürgermeisterin Hedwig Klein zu der Neuverschuldung. Sie meint vorausschauend: „Für die folgenden Jahre lässt sich abschließend festhalten, dass nach den derzeitigen Erkenntnissen ab dem Jahr 2010 keine Neuverschuldung vorgesehen ist.”

Die Verbindlichkeiten der Stadt Wegberg klettern in diesem Jahr von 58,7 auf 59,9 Millionen Euro. Demgegenüber steigt das Eigenkapital von 45,9 auf rund 46 Millionen Euro.

Der Überschuss von 120 578 Euro weckte bei der Sitzung de Hauptausschusses prompt Begehrlichkeiten bei den Politikern. Da wurde eine Anhebung der Mittel für die Fraktionen gewünscht, eine Mehrinvestition an der Ophovener Mühle zwecks Renovierung der Kabinen des SC Wegberg auf 6000 Euro oder auch eine Erhöhung des Betrages für das Begegnungszentrum auf 20 000 Euro. Was davon letztendlich übrig bleibt, wird sich bei der abschließenden Etatberatung im Stadtrat zeigen.

Über dieser Beratung schwebt vor allem die freudige Erwartung, dass die Schatztruhe der Stadt sich üppig füllt. 774 000 Euro stehen im Raum.

Das Geld stellt die Rückgabe der zu viel geleisteten Solidaritätsabgabe dar. Doch bremst die Bürgermeisterin aufkommende Verschwendungssucht. Sie will das Geld, von dem niemand weiß, wann es überhaupt kommt, lieber in die allgemeine Rücklage stecken statt zu verbrauchen.