Wegberg: Es tut sich was im Heim für Asylbewerber

Wegberg : Es tut sich was im Heim für Asylbewerber

Die ehemalige Raketenstation in Arsbeck an der Heider Straße dient derzeit als Unterkunft für Asylbewerber und Obdachlose.

Sie war mehrmals ins Gerede gekommen, nachdem die dort herrschenden Zustände als „menschenunwürdig” kritisiert worden waren. Im Rat hatten die Sozialdemokraten und die Grünen auf die Zustände hingewiesen.

Die SPD fordert, ebenso wie die Tafelvorsitzende Gabriela Jansen, schon seit längerem eine dezentrale Unterbringung der Asylbewerber und Obdachlosen in Wegberg und eine Schließung des Objektes in Arsbeck.
Die Stadt hat es von der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) gepachtet und verhandelt derzeit über den Kauf.

Nun bewegt sich etwas in Arsbeck. Denn bei einer Begehung des Geländes und der Gebäude durch Mitglieder des Petitionsausschusses des Landtages konnten die Teilnehmer erfreut feststellen, dass fleißig saniert wird. Neben den kompletten sanitären Anlagen in den Gebäuden werden auch Sanierungsarbeiten an der Fassade vorgenommen.

Auch Josef Wirtz vom Petitionsausschuss zeigte sich erstaunt. Noch vor wenigen Monaten war der Landtagsabgeordnete aus Düren vor Ort gewesen, um sich selbst einen Eindruck zu machen. Gabriela Jansen hatte sich wegen der Zustände an der Heider Straße an den Petitionsausschuss gewendet. Im ersten Anlauf war ihre Eingabe abgelehnt worden. Erst nach ihrem Widerspruch hatten sich Wirtz und Vertreter des Ausschusses ein eigenes Bild gemacht.

Zu dem gemeinsamen Termin mit Vertretern der Wegberger Verwaltung war es auf Betreiben des Petitionsausschusses gekommen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Harald Kersten, der als Begleiter Jansens an der Begehung teilgenommen hatte, sprach verhaltenes Lob in Richtung der Verwaltung aus.

„Es ist gut, dass die Stadt etwas an den Zuständen in Arsbeck getan hat”, erklärte er auf Nachfrage. Allerdings habe es dazu leider des politischen und öffentlichen Drucks bedurft.

Trotzdem halte die SPD an ihrer Forderung nach einer dezentralen Unterbringung in Wegberg fest. Derzeit plane die Verwaltung, die Unterkünfte Klinkumer Hof und Gerichhausen aufzulösen. Das Gebäude am Philosophenweg soll darüber hinaus ausgebaut werden, weshalb in der Umbauphase und vielleicht darüber hinaus damit zu rechnen sei, dass die Bewohner ebenfalls in Arsbeck einquartiert würden.

Wie sich das Thema in Wegberg weiterentwickelt, wird das kommende Jahr zeigen. Für den Petitionsausschuss hatte Josef Wirtz angekündigt, dass zu Ostern eine „abschließende Betrachtung” in Arsbeck geplant sei.