Heinsberg: „Es ist wie es ist”: Fans jubeln Pur zu

Heinsberg : „Es ist wie es ist”: Fans jubeln Pur zu

„Einen wunderschönen guten Abend, Heinsberg!” Pur-Frontmann Hartmut Engler hatte schon gleich zu Beginn die Herzen der Fans im Sturm erobert: „Danke, dass Ihr da seid!” Pünktlich auf die Minute startete die Band aus dem Schwabenland am Freitagabend um 20 Uhr ihren Open-Air-Auftritt auf dem Heinsberger Markt.

„Es ist wie es ist” war der erste Song. Regen? Was soll´s? „Es ist wie es ist”, dachten und sangen die knapp 5000 begeisterten Fans und jubelten den (auch auf einer Leinwand zu beobachtenden) Stars zu.

Die Musiker spielen in großen Metropolen wie Berlin oder Hannover, aber auch im vergleichsweise kleinen Heinsberg galt für Engler: „Wir fühlen uns total wohl hier!” Schließlich kommt die Band aus Bietigheim-Bissingen - ebenfalls nicht gerade eine Großstadt...

„Wir lassen uns von diesem bescheidenden Wetter die Laune nicht verderben”, gab Engler die Parole des Abends aus. Und wenig später hatten die jubelnden Fans dann auch die Regenwolken vertrieben. Ob „Lena”, „Abenteuerland” oder „Indianer”: Die Töne kamen doch noch trocken rüber - und das umso stimmungsvoller!

Am Nachmittag hatte die Band noch einmal zwei Stunden lang geprobt. Viele Fans hörten da bereits rund um den Markt zu, wie es auch am Abend natürlich viele „Zaungäste” gab. Die zusätzliche Probeneinheit hatte einen traurigen Hintergrund: Am Keyboard war wegen eines familiären Trauerfalls ein personeller Wechsel notwendig geworden.

„15 minutes to go”: Englisch war angesagt im Backstage-Bereich hinter Bühne. Davor warteten Tausende unter einem Meer aus Regenschirmen auf die ersten Töne des Abends. Es goss wie aus Kübeln. Die drei Sängerinnen der Heinsberger Band Fräuleinwunder mussten sich so langsam parat machen.

Ob die Spannung da wohl steigt? „Erschreckenderweise bin ich ganz ruhig”, lachte Anja Backus. Auch ihre beiden Mitstreiterinnen Tamara Peters und Kathrin Ellinghoven wirkten erstaunlich gelassen vor ihrem ersten Auftritt dieser Größenordnung.

Gänsehaut war garantiert - nicht wegen des Regens, nicht wegen der wenig sommerlichen Temperaturen, sondern allein wegen des musikalischen Könnens von Fräuleinwunder. Neben den dicken Wassertropfen prasselte auf die Zuschauer eine stimmige Mischung aus Rock, Funk und Balladen nieder.

Egal ob hart oder zart: Mit gefühlvoll interpretierten Covertiteln wie „Fields of Gold”, „Respect” und „Dear Mr. President” traf die Band genau den richtigen Punkt im Hörnerv des Publikums.