Kreis Heinsberg: Es gibt viel zu tun für das Deutsche Rote Kreuz

Kreis Heinsberg : Es gibt viel zu tun für das Deutsche Rote Kreuz

„Man muss sich das einmal vorstellen: In den letzten 13 Wochen haben wir mit mehr als 305 Helferinnen und Helfern im Einsatz mehr als 1820 Stunden an freiwilliger Arbeit geleistet“, berichtete Jürgen Zoons, Kreisbereitschaftsleiter vom Deutschen Roten Kreuz und somit letztlich verantwortlich für all diese Einsätze.

„Insgesamt haben wir mehr als 61 Einsätze in dieser Zeit koordiniert“, ergänzte Hardy Hausmann, zuständig im DRK-Kreisverband für die Organisation hinter den Kulissen. Nach Angaben vom Roten Kreuz bildete die Fußball-Weltmeisterschaft mit diversen Großveranstaltungen im Kreisgebiet den Schwerpunkt. Allein in Heinsberg auf dem Marktplatz beim Public Viewing waren bei insgesamt sieben Spielen jeweils mindestens 15 Kräfte im Einsatz.

Aber es gab noch eine ganze Reihe von anderen Veranstaltungen, bei denen die Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Heinsberg gebraucht wurde. Das DRK nannte unter anderem diverse Fahrten für Senioren, die Kirmes in Erkelenz, Radwandertag und Radrennen, verschiedene Sportveranstaltungen, die Verpflegung der Kameraden der Feuerwehr nach dem Pfingstunwetter sowie eine Großveranstaltung auf der Nato-Airbase in Geilenkirchen.

„Man kann es kaum glauben, aber in diesen 13 Wochen haben wir annähernd soviel Einsätze durchgeführt wie an Karneval“, zeigte sich auch Heinz Grevenrath, ebenfalls Kreisbereitschaftsleiter, über die Maßen zufrieden. „Parallel organisieren wir noch Dutzende Blutspendedienste, interne Sanitätsfortbildungen und natürlich das ganze große Feld der Breitenausbildung.“

So herrschte denn auch schon Vorfreude auf die Sommerferien. Doch damit wurde erst einmal nichts. Gleich zweimal rückten die Sanitätsfahrzeuge, Rettungswagen und Krankentransportwagen der 1. und 2. DRK-Einsatzeinheit im Juli zu Bombenentschärfungen nach Köln aus, um dort einen Patiententransportzug zu stellen. Dort mussten Hunderte von Heimbewohnern evakuiert werden — und das von jetzt auf gleich, was auch der Kreisbereitschaftsleitung mit Jürgen Zoons und Heinz Grevenrath einiges abverlangte. „Aber dafür sind wir schließlich auch da, und wenn wir dann sehen können, mit welcher Begeisterung und welcher Professionalität unsere Mannschaften hier vom Standort ausrücken...“.