Kreis Düren: Es fließt mehr Wasser aus den Staubecken der Region

Kreis Düren : Es fließt mehr Wasser aus den Staubecken der Region

Die Zuflüsse ins Talsperrensystem sind zurzeit witterungsbedingt äußerst gering. Ohne die dortige Wasserspeicherung wäre die Rur unterhalb von Obermaubach im Moment nur noch ein Rinnsal.

Das teilt der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) mit.

Dem Talsperrensystem in der Nordeifel fließen angesichts der Trockenwetterlage im Schnitt 1,83 Kubikmeter Wasser pro Sekunde zu. Ein Kubikmeter umfasst zwar immerhin eintausend Liter, aber alleine durch die Trinkwasserversorger würden derzeit 1,68 Kubikmeter pro Sekunde entnommen.

Ab dem Staubecken Obermaubach, dem letzten maßgeblichen Absperrbauwerk im Lauf der Rur, würde der Fluss zum jetzigen Zeitpunkt kaum noch 0,5 Kubikmeter Kubikmeter pro Sekunde führen - viel zu wenig, um alleine schon den Wasserbedarf der unterhalb liegenden Papierindustrie zu de-cken, einem der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Deswegen wird die Abgabe aus Talsperren derzeit deutlich erhöht.

Auch der Wehebach unterhalb von Schevenhütte zieht angesichts der Witterungslage seinen Nutzen aus der nach ihm benannten Talsperre. Hier wird die Wasserabgabe im Augenblick sogar überdurchschnittlich erhöht. Wegen notwendiger Sanierungsarbeiten an der wasserseitigen, bituminösen Schutzschicht der Außenhautdichtung des Dammkörpers muss hier der Wasserspiegel um ein paar Meter abgesenkt werden.

Die jetzige Wetterlage ist jedoch für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Die Steuerung des Talsperrensystems ist für solche Situationen ausgelegt.

Selbst bei fortdauerndem Trockenwetter würden die Vorräte noch bis weit in das nächste Jahr reichen. Es zeigt sich dadurch deutlich, dass der Betrieb des umfänglichen Talsperrensystems ein unverzichtbarer Bestandteil der Sicherung der Lebensgrundlagen der Menschen in Einzugsgebiet der Rur ist.

Das gilt natürlich auch für das Tourismusgewerbe, dass von der künstlichen Wasserlandschaft in der Nordeifel ebenfalls profitiert.

Große Bedeutung für die Trinkwasserversorgung

Der WVER betreibt die Oleftalsperre, die Urfttalsperre, die Rurtalsperre Schwammenauel, die Wehebachtalsperre und die beiden Staubecken Heimbach und Obermaubach.

Die Stauseen haben eine große Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Eifel in Nordrhein-Westfalen, den Raum Düren und die Städteregion Aachen bis in die Niederlande hinein.