Wassenberg: Erweiterung des Kanalnetzes kostet viele Millionen

Wassenberg : Erweiterung des Kanalnetzes kostet viele Millionen

Der Haupt- und Finanzausschuss brauchte mal gerade 30 Minuten, dann waren am Donnerstag Abend in der öffentlichen Sitzung die Beratungen über den Entwurf der Haushaltssatzung 2004 abgeschlossen, und Bürgermeister Manfred Erdweg konnte die Stadtverordneten nach Hause schicken.

Die waren wie der Bürgermeister in einer ausgesprochen freundlichen Stimmung. Wortmeldungen zum umfangreichen Zahlenwerk gab es so gut wie keine. Dafür aber jede Menge Lob für Kämmerer Willibert Darius, der das umfangreiche Zahlenwerk erstellt hatte, sowie für den Bürgermeister und die Verwaltung insgesamt.

Lob gab es aber auch für den Stadtrat und zwar vom neuen stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Ernst Kluth und von CDU-Sprecher Ewald Schmitz. Letzterer erklärte: „Der Stadtrat hat sich in der Vergangenheit einer strengen Ausgabendisziplin unterzogen und auch konsequent durchgehalten.” So seien die Personalkosten „ein bisschen gesenkt worden”.

Positiv bewertete Ewald Schmitz, dass der Schuldenstand wieder gesenkt worden sei und der Haushalt für das Jahr 2004 ohne Steuer- und Gebührenerhöhungen auskomme. Der Blick in das Investitionsprogramm für die nächsten Jahre bereite ihm, Schmitz, allerdings Sorgen.

Hier sind dem CDU-Stadtverordneten insbesondere die anstehenden Investitionen für die Kanalisation aufgefallen. Die viele Millionen Euro teuren Projekte seien vermutlich ohne eine Nettoneuverschuldung nicht zu realisieren.

Abhilfe könne hier möglicherweise die Übernahme der kompletten Abwasserbeseitigung in der Stadt Wassenberg durch den Wasserverband Eifel-Rur bringen. Sein Antrag, der vom Ausschuss später einstimmig angenommen wurde: Die Verwaltung soll prüfen, ob diese Übernahme für die Stadt Wassenberg ein wirtschaftliches Konzept darstellt.

SPD-Sprecher Kluth forderte die Verwaltung auf, zu prüfen, wie sich in den Nachbarstädten nach der Übernahme durch den Wasserband die Abwassergebühren entwickelt haben. Bürgermeister Manfred Erdweg sagte dem Ausschuss zu, mit dem Wasserverband „ergebnisoffen” zu verhandeln.