Erkelenz: Erster Kontakt mit der Spraydose

Erkelenz : Erster Kontakt mit der Spraydose

Im Rahmen seines Projektes „Jung und Alt” gestaltete das Evangelische Jugendzentrum ZaK zwei Aktionen. So wurde zunächst auf dem Hof des Martin-Luther-Gemeindehauses gesprayed.

Jeweils ein Kind aus dem ZaK und ein Senior aus dem Café Käthe gestalteten gemeinsam eine Leinwand mit Sprayfarben. Diese „legale Sprayaktion” brachte den Senioren die außergewöhnliche Art des Malens auf Leinwand nahe. Gemeinsam mit den acht- bis zwölfjährigen Kindern entstanden bunte Bilder zum Thema „Jung und Alt”.

So manche Seniorin, die sich anfangs vor dem Malen mit einer Spraydose scheute, („Ich spraye mir höchstens mit einer Spraydose die Haare”), wurde im Laufe des Nachmittags noch kreativ. Die Bilder schmücken nun den Raum des wöchentlich stattfindenden Café Käthe.

Zwei Tage später trafen dann zehn Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren auf rund 20 Bewohner des Johanniterstiftes. Auf der Terasse des Johanniterstifts hatten die Sozialarbeiterinnen Ulrike Wirtz und Melanie Kentrat eine Sitzgruppe vorbereitet. Hier sollte es an diesem Sonntagnachmittag um das Thema „Musik bei Jung und Alt” gehen.

Die Jugendlichen aus dem ZaK hatten mit dem Jugendleiter Detlef Bonsack einige CD ausgesucht, um den Senioren ihre Art von Musik vorzuspielen.

Es entstand ein reger Austausch der Senioren mit den Jugendlichen über die neue, moderne Musik und die Musik aus der Zeit der Älteren. Aber auch die Hip Hop-, Techno- oder Punk-Rhythmen hörten sich die Bewohner an und fanden sie stellenweise „auch gar nicht so übel”.

Nachdem die Musik der Jugendlichen abgehandelt war, stimmten alle, zu der Gitarrenbegleitung von Pfarrer Günter Jendges, Volkslieder an. Den Jugendlichen gefielen hier die Lieder aus der Mundorgel, wie „Bolle reiste einst zu Pfingsten”und sangen sie dann auch kräftig mit.

Alles in allem ein schöner gemeinsamer Nachmittag, der s dazu beigetragen hat, dass die unterschiedlichen Generationen nun ihre und die Musik der anderen mit einem anderen Ohr hören.

Die gemeinsamen Aktionen des ZaK und des Johanniterstiftes sollen nach den Sommerferien fortgesetzt werden.