Erst "Townies" verdienen, dann ins Kino

Erst "Townies" verdienen, dann ins Kino

Wegberg (an-o/hewi) - Drei Tage lang war die Kinder- und Jugendstadt "KjG Town" am Haus Sankt-Georg Lebens- und Arbeitswelt für rund 400 Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Bistum.

Unter dem Motto "Voll das Leben" lernten die Jugendlichen das soziale Miteinander in ihrer Zeltstadt. Bei der Ankunft meldeten sie sich in ihrem "Einwohnermeldeamt", bekamen einen Bürgerpass und ein "Grundgesetz" ausgehändigt. Von da aus ging es zum "Arbeitsamt", wo man sich einen Job suchen musste, für den es natürlich auch Geld gab.

Zwanzig "Townies" waren der Lohn für eine Arbeitsstunde, von denen natürlich auch Lohnsteuer gezahlt werden musste. Wer keine Arbeit fand, bekam immerhin acht "Townies" Arbeitslosengeld. Das verdiente Geld konnten die Bewohner im Café, im "Freizeitpark" oder im Kino ausgeben. Die Jobs waren in sechs Hauptgruppen unterteilt und reichten vom Bankangestellten über die "Autofabrik" bis zum Postangestellten oder Schauspieler. Darüber hinaus verfügte "KjG Town" über einen eigenen Radio- und Fernsehsender sowie eine Tageszeitung.

"Wir haben sogar einen Stadtrat, in dem über alle Themen diskutiert wird", erklärt Heike Beckervordersandfort von der KjG. Die Zeltstadt war in sechs Bezirke aufgeteilt, die jeweils Kandidaten für den Stadtrat stellten, der am Samstag gewählt wurde. In den Sitzungen verwalteten die Bewohner ihre Stadt und vermittelten auch bei Meinungsverschiedenheiten.

Reise-Lotterie

Eine Reise-Lotterie gab es auch, Hauptgewinn war ein Segeltörn am Sonntag auf der Maas. Eine kleine "Katastrophe" hatte die Stadt auch zu bewältigen, denn am Sonntag mussten große Teile der Zeltanlage aus Furcht vor dem anrückenden Unwetter abgebaut werden. Nachdem sich die Wolken jedoch verzogen hatten, ging das Town-Leben bis Montag weiter.