Erkelenz: Ernüchternde Prognose für den Arbeitsmarkt

Erkelenz : Ernüchternde Prognose für den Arbeitsmarkt

Rosige Zeiten für Arbeitslose verspricht Rainer Imkamp nicht. Dennoch können Joblose in Erkelenz, Hückelhoven und Wegberg auf den Familienvater zählen.

Rainer Imkamp hat im November die Leitung des Arbeitsamtes Erkelenz übernommen. Am Donnerstag wurde der 41-Jährige von Gabriele Hilger, Direktorin des Arbeitsamtes Aachen, offiziell vorgestellt.

Mit einer ernüchternden Prognose hat das Arbeitsamt Erkelenz die aktuellen Arbeitslosenzahlen bekannt gegeben.

Nicht nur, dass die Arbeitslosenquote mit 4928 Arbeitslosen am 31. Dezember 2002 auf 9,4 Prozent hochschnellte (November 9,2 Prozent), auch für das kommende Jahr erwartet die Bundesanstalt für Arbeit wenig Besserung.

Das Jahresergebnis ist ebenfalls wenig erfreulich. Schließlich lag die Quote Ende 2001 gut ein Prozent niedriger bei 8,3 Prozent. Im Jahresdurchschnitt stieg die Quote von 8,4 auf 8,8 Prozent.

Den dramatischsten Anstieg im Bereich des Arbeitsamtes Erkelenz verzeichnet die Jugendarbeitslosigkeit.

Insgesamt waren Ende Dezember 649 Menschen (13,2 Prozent) unter 25 Jahren erwerbslos - im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 28,8 Prozent. 2862 (58,1 Prozent) der Betroffenen sind Männer, ihr Anteil stieg im Jahresvergleich um 10,1 Prozent. 9,2 Prozent mehr Arbeitslose als im Vorjahr wurden auch bei den Ausländern ausgemacht.

Ihre Zahl stieg von 644 in 2001 auf 718. Einzig positiv ist der Zugang offener Stellen, der mit einem Minus von 0,6 Prozent vergleichsweise gering ausfällt.

Das schlechte Ergebnis im Dezember führt das Arbeitsamt auf die anhaltend schwache Konjunktur und saisonale Einflüsse zurück. Beide Faktoren, so befürchtet Arbeitsamtsleiter Rainer Imkamp, würden auch die nächsten Monate erschweren.