Kreis Heinsberg: Ernte: Niederschläge sorgen für Unterbrechungen

Kreis Heinsberg : Ernte: Niederschläge sorgen für Unterbrechungen

„Die Ernte bleibt eine Hängepartie. Die immer wiederkehrenden Niederschläge unterbrechen ständig die Getreideernte“, erklärte Bernhard Conzen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg.

In der vergangenen Woche waren nach seinen Angaben etwa 65 Prozent des Weizens im Rheinland eingefahren. Die Erträge lägen auf dem Niveau des Vorjahres von durchschnittlich 84,4 Dezitonnen pro Hektar. „Trotz der zahlreichen Unwetter konnten die wichtigen Qualitätsparameter beim Getreide gehalten werden“, hob der Vorsitzende hervor. Da eine weltweit gute Ernte erwartet werde, sinke der Preis. Die Preise lägen aktuell deutlich niedriger als in den vergangenen zwei Jahren.

„Die Getreideernte im Rheinland läuft immer noch und zieht sich in diesem Jahr ungewöhnlich in die Länge. Inzwischen beendet ist jedoch die Wintergersten- und die Rapsernte. Und diese sind gar nicht so schlecht verlaufen“, so Conzen weiter.

Die Gerste lieferte durchschnittliche Erträge bei zufriedenstellenden Qualitäten. Der Winterraps konnte im Vergleich zum Vorjahr sogar noch einmal die Erträge des Spitzenjahres 2013 toppen. Die Erträge in den Landessortenversuchen NRW zeigten im Mittel über die Sorten mit 51,2 Dezitonnen je Hektar nochmals einen um zwei Prozent höheren Mehrertrag gegenüber dem Spitzenjahr 2013.

Im Rheinland wachsen auf etwa 28 900 Hektar Wintergerste und auf 104 971 Hektar Weizen. Auch Roggen (3677 Hektar) und Triticale (6900 Hektar) werden im Rheinland angebaut. Die Rapsfläche beträgt etwa 17 943 Hektar. Im vergangenen Jahr wurden Durchschnittserträge von 84,4 Dezitonnen pro Hektar beim Weizen und 71 Dezitonnen pro Hektar bei der Gerste gedroschen.