Erkelenz: Erkelenzer Theaterreihe: Musik mit himmlischem Beistand

Erkelenz : Erkelenzer Theaterreihe: Musik mit himmlischem Beistand

Es war kein Konzert, es war auch kein Musical. Es war vielleicht ein kurzes Konzert mit einer langen Einführung. „A Touch of Heaven” mit Joan Orleans in der Hauptrolle, mit dem der Kultur GmbH die neue Theatersaison eröffnete, hinterließ nicht nur musikalisch zwiespältige Eindrücke.

Der nachhaltigste war dabei wohl der, dass alle Abonnenten der Erkelenzer Theaterreihe die Rückkehr in die Stadthalle sehnlichst erwarten dürften. Mehr als einmal ließ die Technik die Akteure bei Gesang und Sprache im Stich. Und auch mit der Beleuchtung standen die Techniker bisweilen auf Kriegsfuß.

Angekündigt worden war ein Musikereignis mit Gospels, Rock, Blues und Tanzeinlagen von und mit Joan Orleans. Der Name besagt alles: Orleans. Die Künstlerin hat mit ihrem Künstlernamen ihre Verbundenheit zu dieser Stadt und ihrer Musik zum Ausdruck gebracht. Und sie war nicht allein bei ihrem Bemühen, mit der Musik die Besucher im gut gefüllten Atrium des Cusanus-Gymnasiums zu unterhalten und zu erfreuen.

Joan Orleans hatte, so die Handlung in Kurzform, unter Lampenfieber leidend, um himmlischen Beistand bei ihrem Konzert in Erkelenz gebeten. Der Beistand kam prompt in Person von drei ausgesprochen beliebten, bekannten und erfolgreichen, und zwangsläufig verstorbenen Stars der Musikszene.

Louis Armstrong, Ray Charles und Elvis Presley wurden auf die Bühne nach Erkelenz geschickt, um der nervösen Joan Orleans tatkräftig zur Seite zu treten. Sie erkennt spät, dass es sich nicht um Doppelgänger, sondern um die verstorbenen Musikgrößen handelt, und erkennt dadurch einmal mehr, dass mit himmlischem Beistand und dem Glauben daran alles möglich ist.

Dass dabei nicht mit Hits der Musikgrößen gegeizt wurde, versteht sich von selbst. Mit den berühmten Erscheinungen an ihrer Seite gelingt es der Hauptdarstellerin, nicht nur, ihr Lampenfieber zu besiegen, sondern auch, das Erkelenzer Theaterpublikum zu mitklatschenden Akteuren bei den Gospels zu machen. Und die Theateraufführung endete - wie konnte es auch anders sein? - mit der Überzeugung von Armstrong: „what a wonderful world”.