Erkelenz: Erkelenzer Schützen fest in Frauenhand

Erkelenz : Erkelenzer Schützen fest in Frauenhand

Bei der Erkelenzer Schützenbruderschaft „Unserer lieben Frau” von 1418 haben die Frauen das Zepter in der Hand.

Beim Königsvogelschießen erzielte Waltraud Günther, die Frau des Brudermeisters Manfred Günther den entscheidenden Treffer. Sie löst als neue Schützenkönigin der Bruderschaft die Majestäten Magret und Joseph Franßen sowie Prinzessin Karina Franßen ab.

„Dass König und Prinzessin aus einem Hause kamen, hat es nach dem Neuaufbau der Schützenbruderschaft noch nicht gegeben”, meinte Joseph Franßen gerührt darüber, dass seine jüngste Tochter Karina beim Vogelschuss im vergangenen Jahr den Prinzenvogel schoss.

Ihre Amtszeit sowie die des Schülerprinzen Daniela Bachmann endete am Samstag. Bei der Krönungsmesse in der St. Lambertus-Kirche in Erkelenz übernahmen die neuen Majestäten das Regiment.

Königin Waltraud Günther stehen die Ministerinnen Eva Thönissen und Margret Franßen zur Seite. Kerstin Schwabe holte den Vogel beim Prinzenvogelschießen herunter und Monika Bachmann gewann beim Schülerprinzen schießen.

Einziger Mann in dieser majestätischen Damenrunde ist Ratsherr Peter Fellmin. Er ist und bleibt Ehrenkönig der Erkelenzer Schützenbruderschaft Ihm gelang es ein zweites Mal, den „goldenen Schuss” zu erzielen. Im vergangenen Jahr habe er aus beruflichen Gründen nicht an allen Veranstaltungen teilnehmen können, bedauerte Fellmin. Vielleicht kann er das in diesem Jahr ändern.

Beim großen Umzug mit Kranzniederlegung am Ehrenmal sowie einer Parade auf dem Markt am Sonntag war er zumindest schon mal dabei. Dieses Spektakel ließen sich auch etliche Schaulustige am Straßenrand nicht entgehen.

Guter Resonanz erfreute sich auch der Seniorennachmittag im Pfarrzentrum am Samstagnachmittag. Dabei gab es auch Erinnerungen an das Jahr 1952. Da fand nach langer Pause erstmals wieder eine große Parade statt.

„1952 war für die Bruderschaft ein ereignisreiches Jahr”, weiß Günther zu berichten. Während eines Festbanketts übergab damals der Bundesmeister, Landrat Rick der Bruderschaft eine neue Fahne, die Richard Lucas gestiftet hatte.