Erkelenz: Erkelenz will Stadtpark aus dem Boden stampfen

Erkelenz : Erkelenz will Stadtpark aus dem Boden stampfen

Was lange währt, wird endlich gut. So könnte es in Erkelenz bei der Gestaltung eines weiteren, neuen „Stadtparks” bei Mennekrath heißen.

Bereits im März 1999 wurden die Mitglieder des Bau- und Werksausschusses über die „konzeptionellen Vorstellungen der Umgestaltung der Baumschulflächen Gerards zur Entwicklung eines ,Pools für ökologische Ausgleichsflächen mit gleichzeitiger Nutzung als öffentliche Grünanlage zur extensiven Naherholung für die Erkelenzer Bürger” informiert. Mit anderen Worten: Wie verwende ich eine ehemalige Baumschulfläche am besten?

Jetzt, nach mehr als vier Jahren, will die Verwaltung die geplanten Ausbau- und Gestaltungsmaßnahmen detailliert vorstellen. Außerdem soll der Bau- und Werksausschuss bei seiner Sitzung am Donnerstag, 5. Juni, um 17.30 Uhr im Alten Rathaus bereits einen entsprechenden Ausbaubeschluss zum „Baumschulpark Mennekrath” fassen.

Schon vor Jahren hatte die Stadt Erkelenz ehemalige Flächen der Baumschule Gerards erworben. Viele Bäume wurden als Straßenbegleitgrün beim Bau der Nordtangente umgepflanzt. Die der städtischen Planung zugrunde liegenden Flächen haben eine Größe von rund 23 Hektar.

Der Baumschulbestand war, so hieß es vor vier Jahren, zu gleichen Teilen bestückt mit bodenständigen Landschafts- und Ziergehölzen. Für die Verwaltung war klar, dass der gesamte Bestand in irgendeiner Funktion verwendet werden soll.

Bei den fünf bis 20 Jahre alten Bäumen war 1999 von einem „reifen Bestand” die Rede. Der Gehölzbestand betrug zum damaligen Zeitpunkt rund 100 000 Stück, überwiegend großstämmige Bäume.

Nach den ersten Überlegungen im Rathaus sollte das zweigeteilte Gelände unterschiedliche Funktionen haben. Angrenzend östlich der Nordtangente bis zur Ortslage Mennekrath und zwischen Bahntrasse und A 46 sollte unter Nutzung der bestehenden Geländestruktur eine offene Gehölzflächenlandschaft gestaltet werden.

Hierbei sollten die vorhandenen Wege genutzt werden, zusätzliche Wege oder sonstige Anlagen im Rahmen der Freizeitgestaltung sollten nicht geschaffen werden.

Der größere Teil der von der Stadt erworbenen Fläche liegt südlich der A 46.

Die rund 15 Hektar sollten nach den ersten Planungen parkähnlich gestaltet werden. Die Bewirtschaftungswege sollten beibehalten, der Bestand sukzessive ausgelichtet und für andere städtische Projekte verwendet werden.

Inzwischen sind über vier Jahre von den ersten Überlegungen bis zur anstehenden Sitzung des Bau- und werksausschusses vergangen. Er hat es nun in der Hand, den Baumschulpark Mennekrath in die Wege zu leiten.

Ob es dann noch einmal vier Jahre und mehr dauert, bis er realisiert wird, falls die Politiker überhaupt der städtischen Planung zustimmen, bleibt abzuwarten, derweil die Bäume langsam weiter wachsen, ob nun im Park oder in der ehemaligen Baumschule.