Erkelenz: Erkelenz: Verein Niederrhein feiert sein 80-jähriges Bestehen

Erkelenz : Erkelenz: Verein Niederrhein feiert sein 80-jähriges Bestehen

Der Verein Niederrhein feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde ins Alte Rathaus nach Erkelenz eingeladen, wo der Geburtstag in einer Feierstunde begangen wurde.

Bürgermeister Peter Jansen hob zur Begrüßung hervor, dass das Bekenntnis zur Tradition in Erkelenz wichtiger Bestandteil des Selbstverständnisses sei. Das Verstehen des Geleisteten früherer Generationen bezeichnete er als „Aufgabe für die heutige Zeit”.

Er rief den Anwesenden aber auch in Erinnerung, dass in absehbarer Zeit rund ein Drittel des Erkelenzer Stadtgebietes dem Tagebau zum Opfer fallen werde. Dadurch würden Ortschaften mit 1000-jähriger Tradition verschwinden, die nur durch eine aktive Aufarbeitung der Geschichte in Erinnerung behalten werden könnten.

Der Verein Niederrhein (VN) wurde am 23. März 1928 als Verein Linker Niederrhein in Krefeld gegründet. Die Stadt Erkelenz trat ihm schon ein Jahr später bei. 1993 wurde der Verein nach dem Beitritt der rechtsrheinischen Teile der Kreise Kleve und Wesel in Verein Niederrhein umbenannt.

Eine der wichtigsten Aufgaben des Vereins ist die Pflege und Unterhaltung des rund 4700 Kilometer langen Wanderwegenetzes. 22 Wegezeichner betreuen die Strecken und schauen regelmäßig nach dem Zustand der Wege. Heute zählt der Verein Niederrhein 318 Einzelmitglieder in 20 Ortsvereinen. Darüber hinaus gehören 58 Bürger-, Heimat- und Geschichtsvereine sowie 54 Städte und Gemeinden dazu. Auch der Heimatverein der Erkelenzer Lande ist Mitglied im VN.

In seiner Festansprache betonte der in Erkelenz geborene VN-Vorsitzende Gregor Micus, dass Erkelenz entgegen anderslautender Vermutungen „niederrheinisches Kernland” sei. Der geldrische Löwe schmücke immer noch das Stadtwappen des einstigen „Stachels im Jülicher Fleisch”. In Erkelenz wie in allen anderen niederrheinischen Gebieten stehe die Liebe und Verbundenheit zur Heimat im Vordergrund. „Berlin war und ist weit weg”, betonte Micus. „Die Heimat und der Niederrhein sind aber greifbare Bezugspunkte.”

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung lud der Vorsitzende des Erkelenzer Heimatvereins, Günther Merkens, die zahlreichen Teilnehmer zu einer Stadtführung und einem Besuch der Ausstellung über Arnold von Harff ins Haus Spieß ein. Am Abschluss stand ein kleines Orgelkonzert mit Kantor Stefan Emanuel Knauer in der Pfarrkirche St. Lambertus.