Wassenberg: Erinnerung an Bräuche und skurrile Typen

Wassenberg : Erinnerung an Bräuche und skurrile Typen

Der alljährliche „Plattdütschoavend” des Heimatvereins Wassenberg dient nicht allein dem Erhalt des leider immer mehr schwindenden „Platt” in der Umgangssprache; er dient auch der Erinnerung an lieb gewordene Bräuche und an Menschen mit besondern Eigenschaften.

Karl Lieck, der verdienstvolle Heimatdichter, Komponist und Sänger heimatlicher Lieder, koordinierte jetzt zum elften Male den außerordentlich beliebten Abend in der Begegnungsstätte am Pontorsonplatz.

Einige Mitwirkende sind „alte Hasen”, die als Spitzenkönner wahre Lachsalven auslösen. Auch einige „Neulinge” waren mit von der Partie, die zu schönen Hoffnungen für die Zukunft berechtigen. Ganz wichtig aber bei den „Plattdütschoavende” ist der Umstand, dass nicht allein „Wassenberg” beleuchtet wird, sondern auch die Sprachfarbe aus anderen Orten wie Karken, Millen, Mönchengladbach und sogar aus dem Ostpreußischen zu Gehör kommt.


Sepp Becker, der neue Vorsitzende des Heimatvereins, wusste in seiner Begrüßung um die Bedeutung dieser volkskundlichen Arbeit und die Einsatzfreude sprachkundiger Damen und Herren. Agnes Winkens aus der Oberstadt eröffnete den Reigen der Vortragenden in Myhler Platt über ihren „rieke Schwoajer”, de „Kristeliere” und - das war besonders aktuell und wichtig - „Wie man fröjer enjelle ding”.