Kreis Heinsberg: Ergebnis im Kreis Heinsberg liegt im Trend

Kreis Heinsberg : Ergebnis im Kreis Heinsberg liegt im Trend

Wer die Endergebnisse der Bundestagswahl vom Sonntag auf Kreis-, Landes- und Bundesebene miteinander vergleicht, stellt beim Blick auf die Zweitstimmen fest, dass die Tendenz im Kreis Heinsberg im Trend liegt.

Denn die Verluste und Gewinne der einzelnen Parteien entsprechen im Kreis in etwa den Verlusten und Gewinnen, die sie NRW-weit und deutschlandweit in Prozentpunkten zu verzeichnen hatten.

SPD: Kreis minus 11,0, NRW minus 11,5, Bund minus 11,2; CDU: Kreis minus 1,7, NRW minus 1,3, Bund minus 1,4; FDP: Kreis plus 5,7, NRW plus 4,9, Bund: plus 4,8; Grüne: Kreis plus 2,0, NRW plus 2,5, Bund plus 2,6; Linke: Kreis plus 3,1, NRW plus 3,2, Bund plus 3,2.

Und auch die Wahlbeteiligung ging im Kreis wie im Land und im Bund um rund sieben Prozent zurück.

Alle Vergleiche zwischen den Erststimmen-Ergebnissen von 2005 und 2009 hinken im Kreis Heinsberg, da die Grünen bei der Wahl vor vier Jahren keinen Direktkandidaten aufgestellt hatten. Insbesondere SPD-Kandidat Norbert Spinrath dürfte damals von diesem Umstand profitiert haben.

So erklärt sich, dass am Sonntag sein Minus (in Höhe von 13,2) noch höher ausgefallen ist als der Verlust seiner Partei (in Höhe von 11,0 ). Klar ist bei den Erststimmen nur: Leo Dautzenberg wurde zum vierten Mal völlig unangefochten Wahlkreissieger. Auch die Schlagzeilen um den Rechtsstreit zwischen der Stadt Heinsberg und dem CDU-Bundestagsabgeordneten um die Nutzung einer Mietwohnung in einem Heinsberger Gewerbegebiet haben Dautzenbergs Resultat ganz offensichtlich nicht geschadet.

Auffallend ist, dass die CDU in drei Kommunen sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen prozentual gegen den Trend zugelegt hat: in Übach-Palenberg, Hückelhoven und Wassenberg. Genau in diesen Städten hat die SPD besonders viel verloren. Und genau in diesen Städten erzielte die Linken ihre besten Resultate. Prozentual zugelegt hat die CDU bei den Zweitstimmen ebenfalls in der Gemeinde Selfkant.

Im Wahlbezirk Selfkant-Hillensberg wurde diesmal am schnellsten gezählt: Dieses Ergebnis war um 18.18 Uhr die erste von 223 Schnellmeldungen aus dem Kreisgebiet. Und nachdem schließlich der letzte Briefwahlbezirk in Hückelhoven ausgezählt war, stand um 21.26 Uhr das vorläufige amtliche Endergebnis fest. In der Wahlausschusssitzung am Donnerstag um 15 Uhr im Heinsberger Kreishaus wird das Resultat endgültig festgestellt.

An diesem Dienstag wird um 19Uhr in der Evangelischen Kirche Ratheim das Bündnis gegen Rechtsextremismus gegründet. In diesem Zusammenhang interessiert das Abschneiden der Parteien aus dem rechten Spektrum: Die NPD kam auf 1,2Prozent der Zweitstimmen, die Republikaner auf 0,3 Prozent und die DVU auf 0,1 Prozent.