Kreis Heinsberg: Erfolgsgeschichte: WFG meldet Fertigstellung von Umbau

Kreis Heinsberg : Erfolgsgeschichte: WFG meldet Fertigstellung von Umbau

„GSZH — das Kürzel für Gründer- und Service-Zentrum Hückelhoven — steht für eine Erfolgsgeschichte des wirtschaftlichen Strukturwandels in der ehemaligen Zechenstadt und im gesamten Kreis Heinsberg — und dies seit inzwischen mehr als 25 Jahren.“

Dies erklärte jetzt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG), nachdem sich Landrat Stephan Pusch und Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen mit Ulrich Schirowski und Arnd Thebrath von der WFG — unter deren Regie das GSZH betrieben wird — vor Ort getroffen hatten, um die neueste, gerade ­fertiggestellte Baumaßnahme in Augenschein zu nehmen: Da zusätzliche Flächen für neue Anbauten nicht zur Verfügung stehen, war bei der WFG im vergangenen Jahr ein Plan für einen Umbau im Gebäudebestand ausgearbeitet worden.

Im November gab dann der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft grünes Licht, um die bisherige sogenannte Kranbahnhalle so umzubauen, dass daraus nun rund 320 Quadratmeter neue Büroflächen entstanden sind und weitere 340 Quadratmeter Produktionsfläche künftig sehr viel effizienter genutzt und damit auch besser an Unternehmen vermietet werden können.

Landrat Stephan Pusch, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der WFG ist, und Hückelhovens Bürgermeister und WFG-Aufsichtsratsmitglied Bernd Jansen zeigten sich beeindruckt von dieser zwar eher kleinen, gleichwohl aber wichtigen Baumaßnahme. „Die ursprünglich veranschlagten Kostenansätze von rund 550.000 Euro konnten nicht nur eingehalten, sondern sogar unterschritten werden. Gleiches gilt für die Zeitplanung“, freute sich Pusch und fügte hinzu, dass dies ja heutzutage bei Weitem keine Selbstverständlichkeit sei — vor allem bei öffentlichen Baumaßnahmen.

Um die Auslastung der neuen Flächen macht sich die WFG keine Sorgen. Die durchschnittliche Auslastung des Zentrums seit Bestehen liegt bei mehr als 92 Prozent. Und auch für die neuen Flächen hatten sich bereits vor Fertigstellung neue Mieter gefunden. Damit ist das Zentrum aktuell vollständig ausgelastet: Derzeit haben 23 Unternehmen in Hückelhoven an der Rheinstraße 7 ihre Geschäftsadresse. Sie beschäftigen knapp 190 Menschen.

„Die Erfolgsgeschichte des GSZH kann also weitergehen“, so die WFG. Diese Geschichte habe 1991 begonnen, wenige Jahre vor der für 1997 festgelegten Schließung der Hückelhovener Zeche Sophia-Jacoba. „Die damalige NRW-Landesregierung und Ministerpräsident Johannes Rau wollten mit dem Gründer- und Service-Zentrum einen Kontrapunkt gegen die drohende Massenarbeitslosigkeit im Kreis Heinsberg und ein Zeichen für die Gründung und Ansiedlung neuer Unternehmen setzen. Ein Brutkasten für junge Unternehmen in der Gründungs- und Aufbauphase sollte es sein — und das ist es heute noch.“

„Dieser Plan ist aufgegangen“, , so Zentrumsleiter Arnd Thebrath, der nahezu von Anfang an dabei war. 203 Unternehmen hätten sich in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten im GSZH entwickelt und mehr als 1000 Arbeitsplätze geschaffen. Die meisten Unternehmen seien auch heute noch im Kreis ansässig - und zwar nicht nur in der ehemaligen Zechenstadt, sondern auch in Wegberg, Erkelenz, Heinsberg oder Geilenkirchen. Das GSZH gilt als ein Entwicklungszentrum mit Ausstrahlungskraft für den gesamten Kreis.

(disch)