Kreis Heinsberg: Erfolgreiches Intensivtäter-Konzept

Kreis Heinsberg : Erfolgreiches Intensivtäter-Konzept

Die Kreispolizeibehörden in Nordrhein Westfalen unternehmen viele Anstrengungen, um Gewalt- und Straßenkriminalität zu bekämpfen. So erstellten sie 2006 auch so genannte Intensivtäterkonzepte. Durch frühzeitiges Erkennen und Eingreifen soll insbesondere bei Jugendlichen und Heranwachsenden eine kriminelle Karriere verhindert werden.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Staatsanwaltschaften, Jugendämtern und Polizei bildet die Basis für diese Konzepte. In Absprache mit den Behörden im Kreis Heinsberg erstellte auch die Kreispolizei ein solches Intensivtäterkonzept.

Ihr Hauptaugenmerk legten die Beamten vor allem auf die Straftäter unter 21 Jahren. In ihren Analysen kristallisierten sich 28 junge Menschen heraus, die bereits häufig durch ihr kriminelles Verhalten in Erscheinung getreten waren. Durch die Art der begangenen Straftaten, wie besonders schwere Diebstahlsdelikte, Körperverletzungen, Erpressungen und Raubüberfälle, aber auch auf Grund der zunehmenden Intensität ihrer Taten zeigten sie auf, dass sie sich zu Serien- und Intensivtätern entwickelten.

„Das Intensivtäterkonzept im Kreis Heinsberg zeigt Wirkung”, sagte Kriminaloberrat Wolfgang Hermanns, Leiter der Direktion Kriminalität. „Offensichtlich haben mehr als die Hälfte der angesprochenen Personen sich unsere Ratschläge zu Herzen genommen und sind im zweiten Halbjahr 2006 nicht mehr straffällig geworden.”