Erfolge, aber auch ein Wermutstropfen

Erfolge, aber auch ein Wermutstropfen

Kreis Heinsberg. Bischof Dr.Heinrich Mussinghoff und Generalvikar Manfred von Holtum haben entschieden, dass das Bistum Aachen wie bisher in acht Regionen gegliedert bleibt.

Dies wurde am Freitag bekannt gegeben. Damit wurde die ursprüngliche Absicht aufgegeben, deren Anzahl auf vier zu reduzieren.

Für die Region Heinsberg bedeutet dies: Die Region bleibt eigenständig mit eigenem Regionaldekan, aber auch mit eigenen Pastoral- und Katholikenräten. Die Aufgaben der Regionaldekane (in der Region Heinsberg wird diese Aufgabe noch bis Ende 2005 von Günter Meis wahrgenommen) sollen im Zusammenhang der strukturellen Veränderungen neu beschrieben werden.

Es wird zukünftig aber nur noch vier Standorte für Büros der Regionaldekane geben: Für die Regionen Mönchengladbach und Heinsberg wird sich dieses nach Bistumsangaben in Mönchengladbach befinden.

Was die Einrichtung von vier Dienstleistungszentren betrifft, die die Gemeinden unter anderem auch in allen verwaltungstechnischen Fragen unterstützen werden, wird derzeit ein Konzept ausgearbeitet.

Wie Regionalstellenleiter Bernd Wolters am Freitag auf Anfrage erklärte, werde dieses Dienstleistungszentrum für die Regionen Mönchengladbach und Heinsberg in die Heinsberger Region kommen.

Diese bereits getroffene Entscheidung habe der Generalvikar am Vortag noch einmal auf Nachfrage ausdrücklich bestätigt, als in Heinsberg die Wahlversammlung zum diözesanen Kirchensteuerrat anstand. Dabei wurden Heinz-Theo van Kan als Mitglied und Helmut Holländer als stellvertretendes Mitglied für den Kirchensteuerrat bestimmt.

Bernd Wolters sprach angesichts der weiter gesicherten Eigenständigkeit der Heinsberger Region samt Dekan und Räten von Erfolgen, aber auch von einem Wermutstropfen, was den Verlust des Regionaldekanbüros angeht. Betrachtet man die Arbeitsplatzeffekte, so ist allerdings anzumerken, dass mit dem Regionaldekanbüro vier Stellen, mit dem Dienstleistungszentrum hingegen 15 Stellen verbunden sind.

Abstand genommen habe man von dem Vorhaben, dass die Bildung von Kirchengemeindeverbänden bis zum 1. Januar 2007 verpflichtend sei. Es sei aber weiter notwendig, so der Generalvikar, dass „Einrichtungsträgerschaften und Personalanstellungen auf der Ebene der Gemeinschaften von Gemeinden wesentlich höhere Synergieeffekte bringen als in den einzelnen Pfarrgemeinden”. Daher werde die Einrichtung von KGVs weiterhin empfohlen.

Abschließend betont der Generalvikar, dass man sich noch stärker als bisher mit der Frage beschäftigen müsse, inwieweit Fusionen von Kirchengemeinden zunehmend notwendiger seien, um die Pastoral und die finanziellen Überlebenschancen der Kirche am Ort zu sichern.