Wassenberg: Erfahrungen mit der Politik frustrierend

Wassenberg : Erfahrungen mit der Politik frustrierend

Information, Öffentlichkeitsarbeit, Einschaltung der Politik und Petitionen - das sind die Mittel, ohne die eine Bergschadensanerkennung und Entschädigung der durch die Flutung der 1997 stillgelegten Zeche Sophia-Jacoba entstandenen Schäden nicht erreicht werden kann.

Das ist das Ergebnis der von mehr als 120 Bürgern aus dem Abbaugebiet Sophia-Jacoba besuchten Versammlung im Waldrestaurant „Tante Lucie”. Die Bürgerinitiative „Bürger gegen Bergschäden” hatte erneut eingeladen. Vorsitzender Wilfried Vieten berichtete über die bisherigen Erfahrungen mit der „Politik”. „Die sind gleich Null und”, so hieß es, „mehr als frustrierend”.

Sammelklagen seien leider, so hieß es vom Vorstand der Bürgerinitiative, in Deutschland gesetzlich nicht möglich. Da bleibe nur der Weg der sachlichen Aufklärung und Hilfestellung für den Einzelnen.

Vorsitzender Vieten berichtete auch über die bisherigen Erfahrungen mit der Politik vor Ort. So sei es bisher nicht möglich, Hilfe der Stadt Wassenberg bei der Bereitstellung von Grundstückseigentümerlisten zu bekommen, die Grundlage für die Aufstellung des wichtigen Schadenskatasters sind. Die Kommunalaufsicht habe aus Datenschutzgründen abgeraten, die Listen herauszugeben.

Eine Einsicht in das Schreiben der Kommunalaufsicht sei bisher nicht gewährt worden. Diese Einstellung stehe im Gegensatz zur Hilfestellung, welche die Gemeinde Aldenhoven bei der Erstellung des Schadenskatasters geleistet habe.

Nichts erfahren konnte die Wassenberger Bürgerinitiative auch über die Haltung der Stadt, die als „Streithelferin” im Prozess eines Wassenberger Gastronomieunternehmens um eine Schadensforderung in Sachen Altes Rathaus aufgetreten war. Das Urteil stehe, so hieß es weiter, im Internet für jedermann einsehbar, Warum also diese Geheimniskrämerei?

Die „Politik” war der Bürgerversammlung entschuldigt fern geblieben.