Wassenberg: Erfahrungen mit der Politik frustrierend

Wassenberg : Erfahrungen mit der Politik frustrierend

Information, Öffentlichkeitsarbeit, Einschaltung der Politik und Petitionen - das sind die Mittel, ohne die eine Bergschadensanerkennung und Entschädigung der durch die Flutung der 1997 stillgelegten Zeche Sophia-Jacoba entstandenen Schäden nicht erreicht werden kann.

Das ist das Ergebnis der von mehr als 120 Bürgern aus dem Abbaugebiet Sophia-Jacoba besuchten Versammlung im Waldrestaurant „Tante Lucie”. Die Bürgerinitiative „Bürger gegen Bergschäden” hatte erneut eingeladen.

Vorsitzender Wilfried Vieten berichtete über die bisherigen Erfahrungen mit der „Politik”. „Die sind gleich Null und”, so hieß es, „mehr als frustrierend”.

Ein Bericht von Dr. Klaus Friedrichs, dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative Bergbaubetroffener am Niederrhein, über die Erfahrungen und Kämpfe tausender Betroffener über die enormen Schäden und Gefahren, die durch den mehrfachen Abbau unter dem Rhein entstanden sind, machte deutlich, um welche Schäden und Kämpfe „mit dem stärksten Gegner” in Deutschland, nämlich den Energiekonzernen, es hier geht.

Ein sachlicher Bericht von MdL Reiner Priggen, Sprecher der Grünen im Düsseldorfer Landtag, wies auch den Weg, der zäh und mit politischem Druck beschritten werden müsse.

Sammelklagen seien leider, so hieß es vom Vorstand der Bürgerinitiative, in Deutschland gesetzlich nicht möglich. Da bleibe nur der Weg der sachlichen Aufklärung und Hilfestellung für den Einzelnen.

Vorsitzender Vieten berichtete auch über die bisherigen Erfahrungen mit der Politik vor Ort. So sei es bisher nicht möglich, eine Hilfestellung der Stadt Wassenberg bei der Bereitstellung von Grundstückseigentümerlisten zu bekommen, die Grundlage für die Aufstellung des wichtigen Schadenskatasters sind.