Erkelenz: Entwürfe für Umsiedlungspläne liegen vor

Erkelenz : Entwürfe für Umsiedlungspläne liegen vor

Jeweils drei Entwürfe der Umsiedlungspläne für Borschemich sowie für Immerath, Lützerath und Pesch stellt die Stadt Erkelenz derzeit in der alten Schule in Borschemich und im Kaisersaal in Immerath aus.

Noch bis zum Sonntag können sich Interessenten die Entwürfe anschauen und darüber diskutieren.

Bewertungskommissionen werden anschließend gemeinsam mit den Bürgerbeiräten die städtebaulichen Entwürfe auswählen, die einmal die Grundlage für die zukünftige Planung von Neu-Borschemich und Neu-Immerath sein sollen.

Bekanntlich sollen die Bürger aus dem Bereich Borschemich im Erkelenzer Norden zwischen dem Neubaugebiet Oestricher Kamp und Rath-Anhoven eine neue Heimat finden.

Das neue Immerath soll süd-westlich neben Kückhoven zwischen Bellinghoven und dem Wahnenbusch angesiedelt werden.

Vornehmlich die Entwürfe für den Bereich Borschemich stießen in den vergangenen Wochen schon aus formellen Gründen auf Kritik bei der Vorprüfung im Rathaus. So wurden zum Teil Flächenvorgaben überschritten.

Bei einem Entwurf wurden sogar die im Plangebiet gegebenen planungsrechtlichen und technischen Restriktionen nur unvollständig berücksichtigt.

Der Geltungsbereich der Wasserschutzzone wurde überhaupt nicht beachtet, Trassen von Hauptversorgungsleitungen überplant, so dass das Fazit der Vorprüfer lautete: Insgesamt sei eine deutliche Überarbeitung des Entwurfes erforderlich.

Eines ist allen drei Entwürfen gleich: Sie wollen die Kirche im Dorf lassen. Ein Kirchplatz und ein Platz an der Linde sollen im neuen Borschemich Ortsmittelpunkte sein.

Gemäßigter fällt die formelle Kritik an den Entwürfen für den Umsiedlungsstandort für Immerath aus.

Auch in den Vorschlägen für Neu-Immerath wird auf die Kirche als zentrale Anlaufstelle nicht verzichtet. Den „Immerather Dom” soll es nach allen drei Planentwürfen geben.

Ebenso ist es mit der Immerather Windmühle. Sie wird in zwei Plänen sogar ausdrücklich erwähnt und soll darin übereinstimmend als Vereins- und Ausflugslokal beziehungsweise als Gastronomiebetrieb Verwendung finden.

Was von den Plänen umgesetzt wird, werden nicht nur die Diskussionen zwischen den Bürgern und in den Kommissionen ergeben.

Ein gewichtiges Wort bei der Umsiedlung sprechen auch die Stadt Erkelenz als Eigentümer der öffentlichen Einrichtungen und die katholische Kirche mit.

Gerade aus Kreisen der Kirche, die sich bislang noch nicht an den Planungsgesprächen aktiv beteiligt hat, war zuletzt zu hören gewesen, dass zukünftig in den Pfarrgemeinden nicht mehr alle personellen und räumlichen Wünsche erfüllt werden können.