Kreis Heinsberg: Energieeffizienter und sicherer sollen die Häuser werden

Kreis Heinsberg : Energieeffizienter und sicherer sollen die Häuser werden

Rund 70 Prozent der Häuser am Niederrhein haben keine oder kaum nennenswerte Wärmedämmung. Dies erklärte Marc-André Müller, Bausachverständiger und Energieberater bei NEW, bei einem Pressegespräch in der Erkelenzer Hauptstelle der Kreissparkasse Heinsberg.

Müller und andere Experten für Bausanierung und Sicherheit werden in vier Vortragsveranstaltungen, zu denen die Kreissparkasse in Zusammenarbeit mit Kreishandwerkerschaft und NEW in ihre Niederlassungen einlädt, über die Möglichkeiten informieren, wie man sein Haus energieeffizienter und sicherer machen kann. Für das Thema Sicherheit sind Experten der Kreispolizeibehörde zuständig. Weiterhin werden Baufachhandwerker der Kreishandwerkerschaft über die Möglichkeiten informieren, was man tun kann, um die Energiebilanz des eigenen Hauses zu verbessern.

Oft seien es kleine Maßnahmen, mit denen man schon eine Menge erreichen könne, so Müller. Darüber hinaus sei die Zeit auch gerade günstig für Investitionen. Darauf wies der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Thomas Pennartz angesichts der derzeitigen Zinslage hin. „Investitionen in die energetische Sanierung bringen eine sichere Rendite“, erklärte er. Wichtig sei der Sparkasse auch, dass die eventuellen Maßnahmen von Handwerkern aus der Region ausgeführt würden. Dies hörte natürlich der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dr. Michael Vondenhoff, besonders gerne.

Er betonte, dass die Handwerksbetriebe, die sich an den Informationsveranstaltungen beteiligen werden, nicht primär Eigenwerbung betreiben würden. „Wir machen mit, weil wir die Möglichkeit nutzen wollen, auf die vielfältigen Möglichkeiten hinzuweisen, die sich für Gebäudebesitzer ergeben“, sagte Vondenhoff. Er verwies auf eine Statistik des Bundeswirtschaftsministeriums, nach der das Durchschnittsalter der Heizungen in Deutschland bei 17,6 Jahren liege. Was vor annähernd zwei Jahrzehnten noch der Norm entsprochen habe, sei heute veraltet und sollte — schon um Energiekosten zu sparen — ausgetauscht werden, so Vondenhoff.

Behandelt werden bei den ­Veranstaltungen Themen wie der Energieausweis eines Hauses, Fotovoltaik, energieeffiziente Wärmetechnik oder öffentliche Fördermittel für Sanierungsmaßnahmen, aber auch einfache und wirkungsvolle Möglichkeiten, das Haus gegen Einbrecher zu schützen.

Im Idealfall sollten die Teilnehmer schon Fragen mitbringen, denn nach den Vorträgen stehen die Experten für ein persönliches Gespräch zur Verfügung, erklärte KSK-Vorstandsmitglied Hans-Josef Mertens.

(hewi)