Wassenberg: Eltern gegen Zusammenlegung

Wassenberg : Eltern gegen Zusammenlegung

Mit überwältigender Mehrheit haben sich die Eltern der Mädchen und Jungen, die die Katholische Grundschule St. Georg in Wassenberg besuchen, gegen einen Zusammenschluss mit der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsgrundschule ausgesprochen.

Schulleiterin Rita Zurmahr-Tabellion auf Anfrage: „Für den von der Stadt Wassenberg geplanten Zusammenschluss der beiden Grundschulen votierten in geheimer Abstimmung lediglich 26 von 115 Eltern. 89 stimmten dagegen.” Die Abstimmung war am Montagabend in einer Elternversammlung durchgeführt worden.

Wegen der weitreichenden Konsequenzen hatten sowohl die Schulkonferenz, in der neben der Schulleiterin jeweils drei Vertreter der Eltern und des Lehrerkollegiums sitzen, als auch die Schulpflegschaft auf eine Entscheidung in dieser Sache verzichtet und sich für eine Entscheidung durch die Eltern ausgesprochen.

Rita Zurmahr-Tabellion: „Das Verfahren hat gezeigt, dass Elternmitwirkung sehr wohl sinnvoll sein und auch praktiziert werden kann. Das Ergebnis dieser Abstimmung zeigt außerdem, dass die Eltern Interesse an der Schule haben und dass sie auch bereit sind, ihr Votum abzugeben.”

Es dürfte sicher sein, dass sich die Schulkonferenz der St. Georg-Grundschule dem Votum der Eltern anschließen und die Stadt Wassenberg über die Ablehnung des Zusammenschlusses informieren wird.

Die letzte Entscheidung liegt jetzt beim Stadtrat, nachdem der Schulausschuss des Wassenberger Rates in seiner jüngsten Sitzung nicht dem Verwaltungsvorschlag folgte, weil man zunächst die jetzt durchgeführte Elternversammlung abwarten wollte.

Zu der Schulausschusssitzung war übrigens merkwürdigerweise die Presse nicht eingeladen worden. „Ein Versehen”, entschuldigte sich die Verwaltung.

Für den Verzicht auf eine Entscheidung hatte sich in der lebhaften Sitzung insbesondere die UL-Fraktion eingesetzt. Eines ihrer wichtigsten Argumente: Es lag bis zur Schulausschusssitzung keine Stellungnahme der St.-Georg-Grundschule in der Verwaltung vor.

Vorgelegen habe nur ein Schreiben der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsgrundschule, in dem zwar immer wieder von „Wir” gesprochen werde, unterschrieben hätten aber nur die Vertreter der Eltern und der Lehrer der Albert-Schweitzer-Schule.

Vom Schulamt des Kreises Heinsberg wird die Zusammenlegung zu einer neuen Schule aus schulfachlicher Sicht ausdrücklich begrüßt.