Erkelenz: Elfe an der Harfe bezaubert die Zuhörer

Erkelenz : Elfe an der Harfe bezaubert die Zuhörer

Um es gleich vorweg zu sagen: Nur eine Zugabe war zu wenig. Man wollte mehr hören, viel mehr.

Die junge und hübsche Harfinistin Jenny Ruppik aus Frankfurt/Main spielte großartig auf. Sie bezauberte mit ihren Klängen in der Leonhardskapelle in Erkelenz auf Einladung des Vereins zur Förderung Geistlicher Musik, „Kontrapunkt”, die Zuhörer bis zum letzten Ton - und noch darüber hinaus. Denn noch lange hatte man das feine Spiel der jungen Künstlerin im Ohr.

Der erste Teil dieses festlichen Neujahrskonzerts war eher von runden und harmonischen Klängen geprägt. Gabriel Piern?s „Impromptu-Caprice op. 9” oder Georg Friedrich Händels „Konzert B-Dur op. 4 No. 6”, das von Jenny Ruppik vor allem im zweiten Satz meisterhaft umgesetzt wurde, aber auch Louis Spohrs „Fantasie c-moll op. 35” ließen den Zuhörer immer wieder davonschweben - ob man wollte oder nicht.

„Das Stück von Händel”, so kommentierte die elfenhaft erscheinende Künstlerin ihre Auswahl, wurde von ihm eigentlich für Orgel komponiert, doch auch Harfe oder Cembalo haben nichts dagegen, es zu spielen.”

Im zweiten Teil dieser unheimlich schnell vergehenden Stunde spielte sie reine Stücke für Harfe.