Kreis Heinsberg: Eiserner Rhein: „Historische Trasse ist vom Tisch“

Kreis Heinsberg : Eiserner Rhein: „Historische Trasse ist vom Tisch“

„Historische Trasse ist vom Tisch — Eiserner Rhein durch Wegberg wird nicht weiter geplant“: Dies hat am Donnerstag das Büro des CDU-Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers aus Heinsberg verkündet.

„Für die Wegberger ist die Nachricht sehr erfreulich“, erklärte Wilfried Oellers bei einem Treffen in Wegberg, bei dem er Mitglieder des CDU-Stadtverbandes und der CDU-Ratsfraktion über die Inhalte des in Berlin vorgestellten Entwurfs des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 informierte.

„Die Nichtberücksichtigung im Bundesverkehrswegeplan bedeutet, dass die Wiederbelebung des Eisernen Rheins auf der historischen Trasse jetzt endlich vom Tisch ist“, stellte Oellers dar.

Über den Eisernen Rhein, mit dem eine Zugverbindung für Güterverkehr zwischen dem Seehafen Antwerpen und dem Hafen in Duisburg bezeichnet wird, sei in den vergangenen Jahren viel diskutiert worden. Im Rahmen der Planungen zum neuen Bundesverkehrswegeplan sei ein Gutachten für alle drei möglichen Trassen erstellt worden, Oellers.

„So ist der Neu- beziehungsweise Ausbau der Strecke für den Güterverkehr nach dem Gutachten zwar von Nutzen, aber die hohen Investitionskosten sind ausschlaggebend dafür, dass die Planungen nicht vorangetrieben werden.“ Diese Kosten-Nutzen-Einschätzung gelte für alle Varianten: die sogenannte „A52-Variante“, eine Neubaustrecke von Viersen nach Mönchengladbach entlang der Autobahn 52 nach Roermond, die sogenannte „Bundes-Variante“, eine Verbindung zwischen Venlo nach Kaldenkirchen über Mönchengladbach-Rheydt, und die sogenannte „historische Trasse“ mit der Verbindung von Roermond über Dalheim nach Rheydt. Bei der historischen Trassenvariante wäre der Verkehr durch Wegberg verlaufen.

„Dies hätte zu einer erheblichen Lärmbelastung für die Anwohner an der Bahnstrecke geführt“, so die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Petra Otten.

Für die CDU-Vertreter aus Wegberg und für den Bundestagsabgeordneten Oellers war nach eigener Darstellung wichtig, dass nicht nur die CDU im Kreis Heinsberg, sondern auch die Union in Mönchengladbach und Viersen auf die hohen Kosten und negativen Folgen des Eisernen Rheins hingewiesen habe. „Seit meiner Wahl in den Bundestag habe ich mit meinen CDU-Bundestagskollegen aus der Region viele Gespräche beim Verkehrsminister und den Staatssekretären geführt“, so Oellers.

„Wir als CDU in Wegberg fühlen uns durch die Entscheidung des Verkehrsministeriums, die Planungen nicht fortzuführen, bestätigt und danken Wilfried Oellers für seinen Einsatz in Berlin“, so der stellvertretende Bürgermeister Georg Schmitz.