Kreis Heinsberg: Eiserner Rhein: „Es gibt noch keine endgültige Entscheidung”

Kreis Heinsberg : Eiserner Rhein: „Es gibt noch keine endgültige Entscheidung”

Anlässlich jüngster Medienberichterstattung zum Thema „Eiserner Rhein”, wonach der Bund angeblich eine Reaktivierung der historischen Trasse bevorzuge, haben der CDU-Bundestagsabgeordnete Leo Dautzenberg sowie die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Bernd Krückel und Dr. Gerd Hachen aus dem Kreis Heinsberg klargestellt, es gebe noch keine endgültige Entscheidung zum Thema „Eiserner Rhein”.

Die Gefechtslage sei aber klar: Das Land Nordrhein-Westfalen bevorzuge weiterhin den Bau einer zweigleisigen elektrifizierten Strecke entlang A 52 und N 280. „Wir unterstützen NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke in dieser Position, die im Übrigen nicht nur auf wissenschaftlichen Empfehlungen basiert, sondern einen breiten politischen Rückhalt hat”, so die Parlamentarier. Im Dezember 2007 hätten sich alle Fraktionen im Düsseldorfer Landtag - von der CDU über die FDP und SPD bis hin zu Bündnis 90 / Die Grünen - für die Neubautrasse ausgesprochen.

Der Bund hingegen, der an dem Projekt ebenfalls beteiligt sei, habe sich noch nicht festgelegt. Darstellungen, wonach das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung die historische Trasse wolle (was Wegberg im Kreis Heinsberg betreffen würde), seien insofern zu relativieren. Nach Aussagen des Parlamentarischen Staatssekretärs Achim Grossmann prüfe der Bund nach wie vor beide Varianten: die historische Trasse ebenso wie Neubauvarianten.

Die Abgeordneten weiter: „Wir werben bei Bundesminister Tiefensee dafür, bei dieser Prüfung nicht alleine Kosten- und Zeitfaktoren in den Vordergrund zu stellen. Es ist offensichtlich, dass die Reaktivierung der historischen Trasse kostengünstiger und zeitnäher zu realisieren wäre als der Neubau einer zweigleisigen Strecke entlang der A 52 / N 280. Das darf aber nicht das Entscheidungskriterium sein. Entscheidend ist vielmehr die Frage, welche Variante eine wirtschaftliche, leistungsfähige und ökologisch verantwortbare Lösung darstellt für den wachsenden Güterverkehr zwischen dem Rhein-Ruhr-Raum und den Benelux-Staaten. Wir erwarten, dass diese Frage im Zentrum steht, wenn der Bund, das Land NRW sowie die Niederlande und Belgien sich im Juli erneut an einen Tisch setzen, um das gemeinsame Projekt Eiserner Rhein zu beraten.”