Erkelenz-Hetzerath: Einweihung des Gewölbekellers: Die Schatzsuche bleibt erfolglos

Erkelenz-Hetzerath : Einweihung des Gewölbekellers: Die Schatzsuche bleibt erfolglos

Zur offiziellen Eröffnung eines frisch restaurierten Kellergewölbes auf Hohenbusch mussten die meisten der Gäste erfürchtiger geduckter Haltung antreten. Denn der Abstieg über die Treppe ins Gewölbe ist etwas knapp bemessen.

Unten erwarten die Besucher dann zwei rustikale Räume mit Gewölbedecke und grob verputztem Mauerwerk. Der erste misst rund 40 Quadratmeter und beherbergt einen rund vier Meter langen Tisch, der aus alten Balken aus Hohenbusch und einem Leimbinder zusammengesetzt ist. Auch die Bänke sind eher rustikal.

Trotzdem ließen sich die Gäste aus Rat und Verwaltung gerne an dem Tisch nieder, war er doch mit deftigen Snacks und Wein einladend hergerichtet. Der Fördervereinsvorsitzende Heinz Küppers betonte, dass das Gewölbe mit viel Bauschutt und Abfällen angefüllt war, als er es gemeinsam mit seiner Dienstagsgruppe in Augenschein nahm.

Insgesamt zwei Lkw-Ladungen an Abfall und Schutt mussten zuerst einmal zur Seite geräumt werden, bevor sich die Schatzsucher ein Bild von dem vergessenen Gewölbe machen konnten. Auch wurde eine neue und stabile Metalltreppe eingebaut, über die das Gewölbe nun sicher zu erreichen ist.

Hinter der Wand des zweiten Raumes, vermuteten auch die Gruppenmitglieder Christoph Ohmes und Dr. Wolfhard Trippelmann einen Hohlraum - vielleicht das Versteck des sagenumwobenen Schatzes, der irgendwo auf Hohenbusch auf seine Entdeckung wartet. Den Schatz habe man jedoch nicht gefunden, betonte Küppers.

Trotzdem sei das Gewölbe eine Bereicherung für Hohenbusch. In früheren Zeiten sei dort wohl geschlachtet oder frisches Fleisch aufbewahrt worden. Zeigen dafür sind die in die Gewölbedecke eingelassenen Fleischhaken, die bei schwummerigem Licht beinahe etwas Gespenstiges bekommen. Auffallend sei auch, dass die beiden Räume nicht zwangsläufig als Keller ein und desselben Hauses gedient haben. Der kleinere Raum war anscheinend unter einem Gebäude, das auf dem heutigen Hof vor dem Laienbrüderhaus gestanden haben kann. Dieses ist mit rund 300 Jahren für Hohenbuscher Verhältnisse noch recht jung.

Bürgermeister Jansen zeigte sich hoch erfreut über die unerwartete Erweiterung an städtischen Räumen. Diese sei dem Arbeitseifer und der Spontaneität der Dienstagsgruppe zu verdanken. Es sei nichts geplant gewesen, „und trotzdem ist etwas draus geworden. Bei Käse und Wein wurde in gemütlicher Runde schon einmal beratschlagt, wie die Gewölberäume nun genutzt werden können. Schade, dass Halloween gerade vorbei ist.