Erkelenz: Einsatz in der Lackiererei ist Neuland für die Wehr

Erkelenz : Einsatz in der Lackiererei ist Neuland für die Wehr

„Für uns ist die Firma noch Neuland”, meinte Stadtbrandmeister Wolfgang Linkens.

Und schob erklärend hinterher: Gerade bei einer Lackiererei wie bei der Firma Lüpges in Erkelenz nahe der Gewerbestraße Süd könne es jedoch zu vielen Gefahrensituationen kommen, auf die es vorbereitet zu sein gilt.

Aus diesem Grund setzte die Freiwillige Feuerwehr am späten Mittwochabend eine Übung an, um die recht „neue” Firma besser kennen zu lernen und bei einem möglichen Ernstfall auf etliche Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Für das groß angelegte Übungsszenario in den Abendstunden verwandelte sich das Gelände der Firma Lüpges in ein für den Laien nicht mehr durchschaubares Gemenge Feuerwehrautos, Feuerwehrleute, meterweise Wasserschläuchen und sonstigem Einsatzgerät.

Zunächst galt es, das Übungsgelände auszuleuchten und die Einsatzstelle ausreichend abzusichern. Damit war das geschäftige Treiben auf dem Gelände, das laut Linkens von drei Seiten zur Gebäudesicherung angegangen wurde, bereits in vollem Gange.

„Feuer in der Lackiererei”, so lautete die alarmierende Meldung zum angenommenen Einsatz, an dem 63 Feuerwehrleute mit neun Fahrzeugen des Löschzuges I der Freiwilligen Feuerwehr Erkelenz mitsamt den Löschfahrzeugen Granterath, Matzerath, Venrath und Kückhoven beteiligt waren.

Bei der Aktion sollten sämtliche Notfallsituationen geprüft und vor allem geübt werden, damit im Ernstfall keine „bösen Überaschungen” wertvolle Sekunden während des Feuerwehreinsatzes rauben.

Daher wurde auch die gesamte Palette möglicher Gefahrensituationen von den Feuerwehrleuten ausgiebig vor Ort geprobt. Neben der Brandbekämpfung und der Wasserversorgung galt es vor allem, Menschen zu retten.

Sicherlich ebenfalls sehr wichtig war die Erkundung von Gefahrenpotenzialen in der Halle wie etwa Lacke, Lösungsmittel und Schweißgeräte.

Nach stundenlanger Übung bei der Firma Lüpges dürfte die freiwillige Feuerwehr bei einem „realen” Einsatz, der hoffentlich nie stattfinden muss, nun ausreichend gewappnet sein, um die Gefahrensituation schnell entschärfen zu können.

„Wir haben viel erfahren und gelernt”, zog Linkens eine positive Bilanz der Übung. Auf jeden Fall seien seine Kameraden wieder um eine Erfahrung reicher.