Schmidt: Einsätze, die Spuren hinterlassen: Ausstellung über Kriegserfahrungen

Schmidt : Einsätze, die Spuren hinterlassen: Ausstellung über Kriegserfahrungen

Eine interessante Foto-Ausstellung mit dem Titel „Operation Heimkehr“ der Pfarrkirche St. Hubertus im Nideggener Stadtteil Schmidt thematisiert das Leben von Bundeswehrsoldaten nach ihrem Auslandseinsatz.

Die Schau wird am Sonntag, 4. September, um 11 Uhr in der Hubertus-Kirche in Schmidt eröffnet. Schmidt ist die letzte Station des Ausstellungsprojekts auf seiner Reise durch die Republik.

Wie prägt der Kriegseinsatz?

Mit dem Rückzug der Nato aus Afghanistan steht Deutschland vor einer Zäsur. Die Soldaten der Bundeswehr haben dort einen Krieg erlebt und Erfahrungen gemacht, die ihre Mitbürger zu Hause nur sehr schwer nachvollziehen können.

Auch in anderen Einsätzen der Bundeswehr waren deutsche Soldaten Bedrohungen ausgesetzt und mit großem menschlichem Elend konfrontiert. Wie hat sie das geprägt? Wie geht die deutsche Friedensgesellschaft mit ihren neuen Heimkehrern um? Wie begegnet die Bevölkerung jenen, die körperlich oder seelisch verletzt aus dem Einsatz aus Kriegs- und Krisengebieten zurückkehren? Können sie mit Verständnis und Unterstützung rechnen?

70 Soldaten porträtiert

Die Ausstellungsmacher, Fotokünstlerin Sabine Würich und Journalistin Ulrike Scheffer, beide aus Berlin, porträtierten und befragten 70 Soldatinnen und Soldaten aus verschiedenen Einsätzen. Die notwendigen Kontakte stellte der Initiator des „Moratoriums Hürtgenwald“, Historiker Frank Möller aus Köln, her. Nach dem großen Erfolg der Wanderausstellung „Routes of Liberation“ freut sich der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Johannes Foemer, über das innovative Pastoralprojekt in der „Friedenskirche Schmidt“.

Zur Eröffnungsveranstaltung reisen Sabine Würich und Ulrike Scheffer in die Eifel, um dem Publikum die persönlichen Schicksale näherzubringen, welche sich hinter den Gesichtern auf den großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien verbergen. Grußworte sprechen Astrid Hohn, stellvertretende Landrätin des Kreises Düren, sowie die Bürgermeister der Stadt Nideggen und der Gemeinde Hürtgenwald, Marco Schmunkamp und Axel Buch. Der Autor Adalbert van Londen aus Schmidt übernimmt die Lesung von Texten. Der Eintritt ist frei.

Täglich ab 8 Uhr geöffnet

Die Ausstellung ist täglich von 8 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Ein 189 Seiten umfassender Begleitband kann zum Preis von neun Euro in der Hubertus-Kirche erworben werden.