Kreis Heinsberg: „Einmal um die ganze Welt“: Konzert mit zahlreichen Höhepunkten

Kreis Heinsberg : „Einmal um die ganze Welt“: Konzert mit zahlreichen Höhepunkten

„Einmal um die ganze Welt“ reisten die Besucher eines Konzertes im Forum Wegberg. Geboten wurde von der „West-Harmony“ und ihren niederländischen Gästen, der „Koninklijke Harmonie Eendracht Maakt Macht“, sinfonische Blasmusik auf sehr hohem Niveau.

Ingo Rümke, Fachbereichsleitung Musik bei der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg, stimmte bei der Begrüßung des Publikums auf ein Konzertereignis ein, das sicher auch hochgesteckten Erwartungen gerecht wurde. Das Orchester „West-Harmony“ vereint herausragende Musiker aus Musikvereinen des Kreises Heinsberg. Gemeinsam ist ihnen das Bestreben, die sinfonische Blasmusik zu fördern, zum eigenen und dem Wohlgefallen der Zuhörer.

Die ideale Ergänzung bot sich den teilweise noch jungen Musikern der „West-Harmony“ in dem Traditionsorchester „Koninklijke Harmonie Eendracht Maakt Macht“ aus Wessem, kurz EMM. Seit 1868 besteht EMM. Nicht nur in den Niederlanden haben sich diese Musiker, die unter der Leitung von Roger Niese auftraten, eine ausgezeichneten Ruf erworben.

Beide Orchester boten ein sehr abwechslungsreiches Programm mit populären Musiken und interessanten Originalkompositionen, die die sinfonische Blasmusik auf eine sehr moderne und hörenswerte Weise darstellten. Dirigent Roger Niese führte charmant mit niederländischem Akzent durch den ersten Programmteil.

Gekonnt spielten die niederländischen Gäste etwa die „Rumänische Rhapsodie Nr. 1“ von George Enescu und setzten dann mit einem Deep Purple-Medley einen Höhepunkt dieses Konzertes. Ovationen waren der wohlverdiente Lohn für die Klassiker der britischen Band, bei denen „Smoke on the Water“ natürlich nicht fehlen durfte.

Das Projektorchester „West-Harmony“ wurde 2009 vom Kreisverband Heinsberg des damaligen Volksmusikerbunds NRW gegründet und unterstreicht seitdem den hohen Stellenwert der sinfonischen Blasmusik in unserer Region. Geleitet wird das Ensemble seit seiner Gründung vom Bonner Musiklehrer Martin Kirchharz. Rebecca van Koert erläuterte kenntnisreich und unterhaltsam die Musikstücke und stellte ihre Mitspieler ins rechte Licht.

So etwa die beeindruckende Percussion-Truppe, die den Darbietungen einen ganz besonderen Reiz verlieh. Die „Symphonic Overture“, die James Barnes zur Feier des 50-jährigen Jubiläums der United States Air Force Band komponierte, eröffnete den zweiten Programmteil. „Fantasy Tales“ von Piet Sweerts und das sehr schöne Finale der „Symphonie Nr. 3“ von Gustav Mahler boten dem kreisheinsberger Projekt-Orchester weitere Möglichkeiten, sein Können unter Beweis zu stellen. Einen stimmungsvollen Abschluss fand dieses besondere Konzert mit Partien aus dem Musical „Elisabeth“ von Michael Kunze und Silvester Levay.

Eine mit viel Beifall honorierte Zugabe wurde ebenfalls aus diesem dem Leben der österreichischen Kaiserin Sissi gewidmeten Erfolgsmusical bestritten.