Heinsberg-Kirchhoven: Einmal probeweise Imker sein

Heinsberg-Kirchhoven : Einmal probeweise Imker sein

Bienen gibt es schon seit 60 Millionen Jahren, damit sind sie viel älter als die Menschheit. Und wenn man die nützlichen Insekten nicht ärgert, sind sie sogar sehr umgänglich.

Das ist die Botschaft des Imkervereins Kirchhoven, der in der Mehrzweckhalle Kirchhoven sein 60jähriges Bestehen feierte.

„Wir wollen den Leuten die Bienen näher bringen,” sagt Vorsitzender Michael Wölfel aus Übach-Palenberg. Mit Bienen ließe es sich gut leben, wenn man nur die Ruhe bewahre. Denn stechen würden sie nur, wenn man hektisch um sich schlage. Selbst Wespennester müssten nicht entfernt werden. Man solle nur die unmittelbare Nähe des Nestes meiden.

Im Herbst erledige sich die Sache von selbst, da die Wespen, bis auf die Königin, eingingen. Doch nicht nur mit interessanten Informationen wartete der Verein auf. Kinder waren eingeladen, Kerzen aus Bienenwachs zu ziehen und zu bemalen. Honigschleudern wurden präsentiert, Nisthilfen für Wildbienen gebastelt, bunte Fotos dokumentierten die Vereinsaktivitäten und verschiedene Produkte standen zum Probieren und zum Kauf bereit.

Dr. Pia Aumeier von der Ruhr-Universität Bochum hielt einen Gastvortrag über „Honigbienen und ihre wilden Verwandten als Bestäuber im Naturhaushalt.” Höhepunkt des Jubiläums war die Ehrung von elf Mitgliedern für bronzene, silberne und goldene Treue. Walter Limburg wurde als Ehrenvorsitzender für seine 25-jährige aktive Mitgliedschaft im Verein ausgezeichnet.

Um die Jugend für zu gewinnen, bietet der Verein den „Imker auf Probe”. Wer sich für Bienen, Natur und Umwelt interessiert und mindestens zwölf Jahre alt, kann unter Anleitung eines erfahrenen Imkers ein Bienenvolk über eine Saison betreuen und erhält den Ertrag des Leihvolkes.