„Eine solch tolle Vorband hatten wir selten!”

„Eine solch tolle Vorband hatten wir selten!”

Kreis Heinsberg. Es war ein Erlebnis, das so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird: das gemeinsame Konzert von „Rur-Rock” und „Bläck Fööss” in der Oberbrucher Festhalle.

Rund 800 begeisterte Besucher ließen sich am Donnerstag von der tollen Stimmung mitreißen, für die gleich zu Beginn die in den letzten Wochen mehrfach preisgekrönten „Rur-Rocker” nebst Chor sorgten. „See you later alligator” war der fetzige Einstieg, dem weitere bekannte Titel folgten.

Die längst hinter den Kulissen eingetroffenen „Bläck Fööss” ließen sogar den ihnen servierten Imbiss im Stich, um den Auftritt von Band und Chor der gastgebenden Oberbrucher Rurtal-Schule, der Schule des Kreises Heinsberg für Geistigbehinderte, hautnah mitzuerleben.

„Der Rhythmus ist herzerfrischend und kommt aus dem Gefühl heraus”, so das Urteil der bühnen- und konzerterfahrenen Profis, die sich ausnahmslos beeindruckt zeigten.

„Eine tolle Leistung der Pädagogen”, machten sie den musikalischen Betreuern ein ehrlich gemeintes Kompliment. Im Publikum wurde längst nicht nur mitgesungen, sondern auch getanzt. „De Mama kritt schon widder e Kind” waren dann kölsche Tön, die auf den Auftritt der Kölner Gäste einstimmten.

Hartmut Priess von den „Bläck” Fööss”, einer ihrer Mitbegründer, zeigte sich besonders von den „Rur-Rockern” und ihrem Können angetan. Spontan trat er am Ende des gut einstündigen Auftritts der Band und des Chores auf die Bühne und bescheinigte ihnen unter dem Beifall des Publikums: „Eine solch tolle Vorband hatten wir selten!”

Die „Bläck Fööss” eröffneten ihr rund zweistündiges Konzert mit einer Referenz an „Kölle”, um dann Schlag auf Schlag mit ihren Hits ihre Publikum auf die „Achterbahn” der Gefühle und Stimmungen mitzunehmen. Nicht fehlen durften beispielsweise „Leever Jott”, „et Meiers Kättche”, „de Kaffeebud” oder „Mallorca”.

Das Publikum ging begeistert mit, hob die Hände zum Klatschen oder Winken, tanzte und schunkelte, so wie es die Melodien und kölsche Tön hergaben.

Die „Bläck Fööss” beherrschen ihr Publikum wie ihre Instrumente und Lieder und lassen den Funken überspringen. Da hielt es Miriam von den „Rur-Rockern” nicht mehr im Publikum und am Bühnenrand: Sie stürmte einfach auf die Bühne und sang mit, fröhlich einbezogen von den sympathischen „Bläck Fööss”.

Dem scheinbar nimmermüden Publikum heizten sie mit einem Elvis-Presley-Medley ein, um dann noch einmal zu „Katrin” und „Linda” nach Kölle zurückzukehren.

Noch lange dürften die „RurRocker” von ihrem gemeinsamen Auftritt mit den „Bläck Fööss” sprechen, der zum Finale der krönende Höhepunkt des Tages wurde.

Ein Dankeschön an die „Bläck Fööss” war nicht nur eine Flasche russischer Wodka, sondern auch ein Rur-Rock-T-Shirt als symbolhaftes Präsent: Die Kölner Musiker sind nun Ehrenmitglieder bei den „Rur-Rockern”!

Der Reinerlös des Oberbrucher Benefizkonzertes wird eingesetzt, so war von Schulleiter Bernd Schleberger zu erfahren, für das Schulprojekt „Naturspielplatz” und für Spezialgeräte, die nicht sprechenden Schülern bei der Kommunikation helfen. Aber auch die Russland-Projekte sollen von dem Konzerterlös profitieren.

Wer die Projekt-Arbeit der Oberbrucher Rurtal-Schule insbesondere im Hinblick auf das Engagement im russischen Pskow unterstützen möchte, kann dies auch durch eine Spende auf das Konto von der AZ-Aktion „Menschen helfen Menschen” bei der Sparkasse Aachen, Konto-Nr. 77 66 66, BLZ 390 500 00, unter dem Stichwort „Rurtal-Schule”