Kreis Düren: Eine bessere Qualifikation für die Schüler

Kreis Düren : Eine bessere Qualifikation für die Schüler

„Wenn man weiß, dass die Zahl der Jugendlichen im Kreis Düren in absehbarer Zeit um ein Viertel schrumpfen wird, müssen wir alles daransetzen, jeden einzelnen von ihnen für einen Beruf zu qualifizieren.“ Die Erkenntnis von Landrat Wolfgang Spelthahn unterstreicht die Aufgaben des Ausbildungskonsenses NRW unter der Devise „Kein Abschluss ohne Anschluss“.

Im Rahmen dieser Maßnahmen sollen sich Schüler aller Schulformen spätestens ab der achten Klasse intensiv mit ihrer Berufswahl auseinandersetzen und dabei ihren Neigungen und Talente folgen oder diese entdecken. Die Initiatoren sind sicher, dass solch ein frühzeitiges Entwickeln individueller Perspektiven den Jugendlichen einen zielstrebigen Start in die Arbeitswelt ermöglicht und ein eventuelles Scheitern ersparen kann.

 Maria Kaptain, Brigitte Capune-Kitka und Ellen Stollenwerk (von links) sowie Theo Brauers und Wolfgang Spelthahn.
Maria Kaptain, Brigitte Capune-Kitka und Ellen Stollenwerk (von links) sowie Theo Brauers und Wolfgang Spelthahn. Foto: Keldenich

Im Kreis Düren gab es zur Verfolgung dieser Ziele bereits das so genannte „Regionale Übergangsmanagement“, das jedoch aufgrund personeller Abwanderung auslief.

Um die wichtigen Aufgaben weiter zu verfolgen, hat das federführende Bildungsbüro bei der Kreisverwaltung unter der Leitung von Maria Kaptain nun den Verein „ANTalive“ als Partner gewonnen. Der von der Landesinitiative „ZdI — Zukunft durch Innovation“ geförderte Verein unterstützt die Kreisverwaltung bei der organisatorischen und inhaltlichen Umsetzung des Übergangsmanagements von der Schule in die Berufswelt. ANTalive steht für „Angewandte Naturwissenschaften und Technik im Raum Düren Aachen live erleben“.

Die Vorsitzende Brigitte Capune-Kitka betonte, dass der 2009 gegründete Verein über reichlich Erfahrung im operativen Geschäft des Brückenschlags von der Schule in die Wirtschaft verfügt.

Dazu gehört die Zusammenarbeit in einem Netzwerk mit Wirtschaft und Industrie sowie allen Gymnasien der Region, das nun Zug um Zug auch auf die Real- und Hauptschulen ausgeweitet werden soll. In allen Schulformen stellen Fachlehrer die Verbindung her, über die Schüler dann interessante Einblicke in die Praxis diverser Berufe erhalten können.

Gleichzeitig werden die Verantwortlichen den Kontakt zu Partnern wie Agentur für Arbeit, Jobcom und Schulämtern aufbauen. Durch diese Vernetzung und den Aufbau von Datenbänken sollen die Interessen der Schüler und der Fachkräftebedarf von Handwerk, Industrie und Wirtschaft zusammengebracht werden.

Zum Team der Initiative gehören Theo Brauers und Ellen Stollenwerk, die beide über große Erfahrung auf ihren Arbeitsgebieten verfügen. „So können wir von Anfang an mit laufendem Motor und hoher Drehzahl loslegen“, ist Spelthahn zuversichtlich. Während die eine Stelle vom Kreis finanziert wird, kommt das Geld für die Zweite zunächst bis mindestens zum Jahr 2020 vom Land NRW.

Sitz der Initiative, die noch in diesem Monat ihre Arbeit aufnimmt, wird das Kreishaus in Düren sein.