Kofferen/Erkelenz: Ein „Traumleben” gegen die Auswüchse

Kofferen/Erkelenz : Ein „Traumleben” gegen die Auswüchse

Er ist ein Meister der leisen Töne, der mit seinen gefühlvollen Liedern und besinnlichen Texten sein Publikum berührt. Der Liedermacher Thomas Busse aus Erkelenz griff im McMüllers Irish American Pub nun zum zweiten Mal in die Saiten seiner Gitarre.

Unaufdringlich aber treffend ist seine Art, die in Koffern ankam, unplugged nur mit seiner Stimme und der Gitarre öffnete er das Tor zu seinem „Traumleben”.

Abseits von den breiten Trampelpfaden der kommerziellen Musik beschreibt er die kleinen Alltäglichkeiten des Lebens, teils kritisch und teils mit einem Augenzwinkern. Ob Kinderlied oder Lovesong, sie lassen aufhorchen. Seine Lieder haben einen Hauch der großen französischen Chansoniers.

Zwischen seinen Lieder erzählt er dem Publikum viel über sich und seine Werke. „Ich bin eine Kreatur aus längst vergangenen Tagen, die mit den modernen Auswüchsen unserer Gesellschaft Probleme hat”, sagt er und beleuchtet kritisch in seinem Song „Manta Olli und Miss Lulu” die Absurditäten von Coolness und Werbung.

Mal mit einer mittelalterlichen Ballade „Der blaue Franz” oder komisch mit dem „schwedischen Blues” bei dem der Text komplett aus dem Ikea-Katalog entnommen ist, überraschte er sein Zuhörerschaft. Auch ohne Megaverstärker verschafft sich der Liedermacher aus Erkelenz Gehör, und schlägt sein Publikum mühelos in seinen Bann.

Mittlerweile ist nach „Traumleben”, „Seelensaiten” sein neuestes Werk „Bleib dir treu” auf dem Markt und auch in Koffern, dass er nicht nur wegen seiner urigen Umgebung schätzt, waren ausschließlich eigene Lieder zu hören. Als guten Musiker bezeichnet er jemanden, der Musik macht, die ihm wirklich etwas bedeutet. Ehrlichkeit ist hier ein wichtiger Faktor, natürlich auch Können und Ausstrahlung.

Thomas Busse ist außerdem ein Multitalent, der neben seiner Liedermacherei (30 Konzerte im Jahr), als Schauspieler, Maler, Kinderbuchautor und Regisseur arbeitet.