Kreis Heinsberg: Ein Stück Normalität und Lebensfreude

Kreis Heinsberg : Ein Stück Normalität und Lebensfreude

Die Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen Übach-Palenberg und das Betreute Wohnen der Gangelter Einrichtungen veranstalteten eine Karnevalsdisco.

Und ein besonderer Dank galt Geschäftsführer Eric Engel und seinem Team vom Musikpark Geilenkirchen.

Manchmal reichen Worte allein nicht aus, um Danke zu sagen. So marschierten Erika Radtke und Traudel Reissmüller von der Kontakt- und Beratungsstelle in Trägerschaft es Caritasverbandes für die Region Heinsberg sowie Kerstin Plum vom Betreuten Wohnen der Gangelter Einrichtungen mit einer riesengroßen Tafel Schokolade, verziert mit den Worten „Vielen Dank”, im Musikpark auf.

Adressat war Geschäftsführer Eric Engel. Denn er hatte den Musikpark an einem sonst geschlossenen Mittwoch geöffnet, damit die psychisch kranken Menschen dort zum zweiten Mal bei einer Karnevalsdisco, organisiert von den beiden Einrichtungen, ihre Erkrankungen und Problemen vergessen und Spaß haben konnten. Und wie bereits im Vorjahr erhob der Geschäftsführer auch diesmal wieder keinen Eintritt. Als besondere Überraschung stellte er sogar das neue „Agostea” zur Verfügung, dessen geschmackvolles Ambiente einen zusätzlichen Anreiz bietet, dem Alltag zu entfliehen.

„Ich sehe eine soziale Verantwortung darin, so etwas den Betroffenen zu ermöglichen”, sagte Eric Engels. Auch sein Team stehe voll und ganz hinter dieser Idee, den betroffenen Menschen eine Chance zu geben, sich raus zu trauen, zu feiern und so den Musikpark kennenzulernen.

Bereits im vergangenen Jahr sei die Karnevalsdisco ein großer Erfolg gewesen, so dass sich nun 200 Betroffene angemeldet hätten, betonte Organisatorin Traudel Reissmüller. Der Alltag dieser Menschen sei in vielen Fällen bestimmt durch belastende Erfahrungen aufgrund der Erkrankung wie zum Beispiel Depression, Ängste oder Psychose.

Diese Erkrankungen und Probleme würden an einem solchen Abend in den Hintergrund treten, bestätigte sie. „Hier bietet sich den Betroffenen ein Übungsfeld, ihre Ängste zu überwinden und Kontakte außerhalb des gewohnten Betreuungsrahmens zu knüpfen und ein Stück Normalität sowie Lebensfreude zu erfahren, die hoffentlich im Alltag noch lange nachwirkt.”

Ein Blick auf die Tanzfläche genügte, um festzustellen, dass viele ihre Hemmschwelle bereits überwunden hatten. Sie tanzten, kostümiert als Erdbeeren, Clowns oder Mexikaner, zu den Hits unter anderem aus den 80er Jahren und unterhielten sich mit neuen Bekannten.