Heinsberg: Ein Praktikum am „Mittelpunkt der Welt”

Heinsberg : Ein Praktikum am „Mittelpunkt der Welt”

Es sei beinahe so gewesen wie bei „Deutschland sucht den Superstar”, meint Lydia Hoffmann immer noch begeistert. Zumindest habe die 21-jährige Heinsbergerin genau so gefiebert wie die Kandidaten in der Fernsehshow. Letztlich schaffte es die in Halle an der Saale geborene junge Dame ja auch, sich mit 26 weiteren jungen Leuten gegen rund 2000 Mitbewerber durchzusetzen.

In ihrem Fall ging´s allerdings nicht um einen Plattenvertrag, sondern um ein gesponsertes Praktikum in New York. Angefangen habe eigentlich alles mit einem puren Zufall, erzählt die 21-Jährige. „Mein Vater las in einer Illustrierten, die er immer durch meine Großeltern bekommt, von der Pall Mall-Foundation, die seit elf Jahren Praktikumsplätze in New York vergibt. Er meinte dann sofort, das sei doch genau das Richtige für mich.”

Nach dem Ausfüllen von Fragebögen einem Interview sowie einem zweitägigen Assessment-Center in Berlin, bei dem sich die Heinsbergerin gegenüber der Konkurrenz durchsetzte, kam dann die Erlösung. Lydia Hoffmann hatte es geschafft. Sie durfte in den „Big Apple” - sechs Wochen lang in einer New Yorker Werbeagentur arbeiten. Neben dem Berufsalltag hätten sich aber noch viele weitere Eindrücke in ihr Gedächtnis gegraben, bestätigt die 21-Jährige, die heute bei der Düsseldorfer Agentur Ideenkapital beschäftigt ist.

„Ich bin ein Mensch, der es liebt, durch die Straßen spazieren zu gehen und alles auf sich wirken zu lassen - die riesigen Gebäude, die Menschen, die Gerüche - und eben ein Teil des Ganzen zu sein. Um dort zu leben, ist es aber einfach zu viel. Ich glaube, es würde mich verrückt machen. Man hat wirklich das Gefühl, am Mittelpunkt der Welt zu sein.”