Kreis Heinsberg: Ein Porträt im Museumsfoyer des Begas-Hauses

Kreis Heinsberg : Ein Porträt im Museumsfoyer des Begas-Hauses

Noch bis zum Ende der Osterferien steht das gerahmte Porträt, das Carl Joseph Begas zeigt, auf einer Staffelei im ­Foyer des Begas-Hauses, des Museums für Kunst und Regionalgeschichte in Heinsberg an der Hochstraße. Länger nicht. Denn Licht schadet dem Gemälde, es würde verblassen.

Der Maler Franz Krüger (1797-1857), zu Lebzeiten in Berlin ebenso bekannt wie Begas, hat farbige Kreide verwendet, um das Antlitz seines Künstlerkollegen auf Papier zu bannen. Deshalb ist das Bild etwas „für die Schublade oder für eine temporäre Ausstellung“, so Museumsleiterin Rita Müllejans-Dickmann. Der Heimatverein der Heinsberger Lande hat das Gemälde dem Museum vor kurzem als Dauerleihgabe überlassen.

Erworben hat es im Jahr 1955 der damalige ehrenamtliche Leiter des Heinsberger Kreismuseums, ­August Lenz, von einer Tochter Reinhold Begas‘. Lenz war gleichzeitig auch Vorsitzender des Heimatvereins. Zu seinen Zeiten war das Bild Teil der Dauerausstellung des Kreismuseums.

Der Maler Franz Krüger trug den beredeten Spitznamen „Pferde-Krüger“. Seine Liebe zu Pferden und Paraden und sein Talent, sie zu zeichnen, machten ihn berühmt. Seine detailverliebten Porträts, stets mit einem Hauch von Witz gemalt, hatten einen hohen Wiedererkennungswert und waren auch bei Hofe sehr beliebt. Krüger hat Begas im Jahr 1835 gemalt. Da war der gebürtige Randerather 41 Jahre alt.

Das Begas-Haus ist an diesem Samstag von 14 bis 17 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Am Ostersonntag wird um 14.30 Uhr eine Führung durch die Begas-Sammlung angeboten. Am Ostermontag ist das Museum geschlossen.

(mib)