Erkelenz: Ein neues Hallenbad bis Ende 2011?

Erkelenz : Ein neues Hallenbad bis Ende 2011?

Rund 5,2 Millionen Euro kann die Stadt Erkelenz aus dem Konjunkturprogramm II erwarten. Einen Vorschlag, wie dieses Geld verwendet werden kann, macht die Verwaltung dem Haupt- und Finanzausschuss bei der Sitzung am Mittwoch, 25. März, um 18 Uhr im Rathaus.

Die Verwaltung schlägt zur Umsetzung des Konjunkturpakets II vorbehaltlich der noch nicht definierten Ausführungsbestimmungen die Verwendung der pauschalen Zuweisung für den Neubau eines Schwimmbads vor (wir berichteten bereits).

Zur Begründung meint sie, in absehbarer Zeit sei aufgrund der allseits bekannten baulichen und technischen Situation zwingend eine Entscheidung über den Neubau eines Schwimmbades in der Stadt Erkelenz zu treffen.

Auch sei ein Schwimmbad zur Sicherung des Sportangebots der Schulen und der Bevölkerung zukünftig notwendig. Durch die Nutzung des Schwimmbads für den Schwimmsportunterricht der Schulen werde der vom Konjunkturprogramm II geforderte Investitionsschwerpunkt Bildung abgedeckt. Außerdem stelle der Neubau eines Schwimmbades eine energetische Verbesserung der jetzigen Situation dar.

Der Neubau einschließlich Abriss des alten Schwimmbades wird bei grober Schätzung einen Betrag von acht Millionen Euro verursachen. „Nach jetzigem Kenntnisstand gefährdet ein Neubau den Haushaltsausgleich zukünftiger Jahre nicht”, glaubt die Verwaltung. Die Auswirkungen auf die Liquidität späterer Haushaltsjahre lasse sich durch planvollen Umgang mit weiteren Investitionen steuern.

Die hierzu erforderlichen Erläuterungen wurden bereits ausführlich den Fraktionsvorsitzenden sowie den Fraktionen, die das allen Fraktionen gemachte Angebot auf Unterrichtung im Vorfeld der Sitzung genutzt haben, dargestellt.

Die Umsetzung des von der Verwaltung vorgelegten Vorschlags setzt einen ehrgeizigen Zeitplan voraus. Bis Ende 2011 muss die Investition in baulicher Hinsicht abgeschlossen sein.

Mit möglichen Standortalternativen für einen Neubau hat sich der Hauptausschuss bereits im vergangenen Jahr ausführlich auf Vorlage durch die Verwaltung befasst.

Es kristallisierte sich heraus, dass ein Neubau auf der Liegewiese des heutigen Freibades, mit dem Baukörper orientiert an die Krefelder Straße als vorteilhafte Variante angesehen wurde, wobei ausdrücklich auch eine Liegewiese mit Außenbecken favorisiert wurde. Der Standard des Bades ist noch zu definieren. Hierbei muss nach Ansicht der Verwaltung, um den Zeitplan einhalten zu können, von den politischen Gremien bis Ende Juni eine Entscheidung getroffen werden.

Mit dem Abriss des heutigen Bades müsse auch eine Entscheidung über den Neubau der mit dem Bad baulich verbundenen Umkleiden für das Willy-Stein-Stadion getroffen werden. Hierbei biete sich an, mit dem Kreis Heinsberg, der einen Neubau der Turnhalle am Berufskolleg Erkelenz beabsichtigt, ein Gespräch über eine wirtschaftliche Lösung zu führen.

Nunmehr wünscht die Verwaltung, vom Rat beauftragt zu werden, kurzfristig abzuklären, ob der Einsatz der pauschalen Finanzhilfen aus dem Konjunkturpaket II für den Neubau eines Schwimmbades möglich ist. Die Kosten für den Neubau eines Schwimmbades und den Abriss des heutigen Bades sollen acht Millionen Euro brutto nicht überschreiten.