Wassenberg-Ophoven: Ein Markt mit ganz eigenem Flair

Wassenberg-Ophoven : Ein Markt mit ganz eigenem Flair

Weithin sichtbar erstrahlte er in der Dämmerung, der Lichterstern des 17. Adventsmarktes in Ophoven, dem Ort, in und mit dem sich inzwischen eine ganze Region für die Hilfe zugunsten krebskranker Kinder engagiert.

„Hier könnte man einfach alles kaufen, so tolle Sachen gibt es”, begeistert sich eine Besucherin beim Bummel durch die Zelt- und Budenstadt rund um die Wallfahrtskirche.

Wer einmal das besondere Flair des Ophovener Adventsmarktes erlebt hat, den zieht es immer wieder zurück. Das gilt aber nicht nur für die Besucher sondern zum Beispiel auch für Frank Herfs aus Haaren, der bereits zum siebten Mal seinen Obststand gleich am Beginn der Marienstraße aufgebaut hatte. Orangen, Äpfel, Nüsse und besonders Clementinen und die gleich kistenweise, wurden bei ihm geordert.

Hoch zu Pferd

Präsent war der Heilige Mann in seinem Bischofsgewand schon jetzt auf dem Ophovener Adventsmarkt, in einer Kutsche und hoch zu Pferd und mit insgesamt 1500 Weggemännchen ausgestattet, die er an die Kinder verteilte.

Clown „Lambaer” aus Holland saß wieder am Straßenrand und zauberte Tiere und Blumen aus Luftballons. Wenn er dann noch seine roten Knollennasen an seine kleinen Zuschauer verteilte, dann wurden auch sie zu lustigen Clowns.

Im Riesenfestzelt einen Platz zu ergattern, das war speziell zur Kaffeezeit fast schon Glückssache. Musikalisch umrahmt von den Klängen der „Kitschbachtaler Musikanten” mundeten hier Kaffee und Kuchen besonders gut.

Neben einer scheinbar unerschöpflichen Auswahl an der Kuchentheke waren bereits am Samstag Nachmittag, eine halbe Stunde nach Kaffeezeit, rund 18 Bleche mit Kirschstreusel- und Apfelschnitten bis auf wenige Reste verkauft.

Überall duftete es nach Gebackenem und Gebratenem. Spanferkel mit Sauerkraut, deftige Bratkartoffeln mit Ophovener Panhas, beides kross gebraten, leckere Pilze oder die Fischdelikatessen aus Sylt von Deutschlands nördlichster Fischbude, die seit Jahren zum ersten Advent in den Westen wandert - Vielfalt prägt auch hier den Ophovener Adventsmarkt.

Zur vollen Stunde gab die Kirchenglocke das Signal für ein besonderes Erlebnis des Adventsmarktes, das auch diesmal wieder Jung und Alt in seinen Bann zog, das lebendige Krippenspiel.

Seit Wochen hatten Ophovener Kinder eifrig probten, um die Gesichte von Christi Geburt lebendig werden zu lassen. Maria und Josef, die Hirten, der Engel der Verkündigung und natürlich auch die Heiligen Drei Könige gaben sich im alten Pfarrgarten ein Stelldichein.

Mit von der Partie war auch die Polizei, die Jäger mit ihrer interessanten Waldschule und natürlich die „Frottézauberer” aus Scheifendahl, die mit rund 2000 Artikeln die ganze Stirnseite eines Festzelts füllten.

Zum Verkaufshit wurden in diesem Jahr die neu kreierten Bälle in den Farben der Bundesliga-Vereine. „Wir haben nur noch Dortmund„ strahlten Helga und Peter Wilms, die zum 10. Mal in Ophoven dabei waren und damit ein kleines Jubiläum feierten.

Es war ein ständiges Kommen und Gehen, was nicht zuletzt an den vollbesetzten Pendelbussen zu erkennen war, mit denen Kremers-Reisen die Besucher von den Parkplätzen aus dem Gewerbegebiet Fort nach Ophoven brachte.

Besonders schön war die Stimmung in den Stunden der Dämmerung, wenn die Lichter auf dem Adventsmarkt für besonders heimelige Atmosphäre sorgten. Wenn es in diesem Jahr einen neuen Rekord gibt - wen wundert es noch bei so viel uneigennützigem Engagement.