Ein Kreuz erinnert jetzt an alte Kirche

Ein Kreuz erinnert jetzt an alte Kirche

Baal (an-o) - Am Festtag der hl. Brigida (1. Februar), Patronin der Pfarrgemeinde Baal, wird das restaurierte Kreuz an der Ecke B57/Lövenicher Straße in einer kleinen Feierstunde geweiht. Es erinnert an die Kirche, die hier bis 1884 stand, bevor 1888/89 die Pfarrkirche St. Brigida gebaut wurde.

Eine Tafel am Fuß des Kreuzes weist auf die Besonderheit hin. Für die Pfarre ist diese neue Einsegnung ein besonderer Festtag. Einmal, weil es Jahre dauerte, ehe dieses Vorhaben verwirklicht werden konnte, zum andern, weil die Bemühungen von Hubert Hermanns endlich zum Erfolg führten. Der Seniorchef der Bauunternehmung Hermanns ist seit 25 Jahren im Kirchenvorstand und bemühte sich seit 1994 um eine Restaurierung. Bei der zunehmenden Schräglage drohte das Kreuz umzustürzen. "Außerdem war die total verwilderte Anlage ein Schandfleck für Baal", schimpfte ein Anwohner. Jetzt zeigte er strahlend und stolz auf die gesamte Anlage, die zum Schmuckbild von Baal wurde.

Wie Hubert Hermanns erklärte, habe es durch die Verkehrsentwicklung in den letzten Jahrzehnten große Veränderungen gegeben: Straßen wurden verbreitert und die Kreuzung ausgebaut. Das Kreuz geriet fast in Vergessenheit. In vielen Gesprächen mit dem Denkmalamt der Stadt Hückelhoven, dem Bistum Aachen und dem Kirchenvorstand, so Hubert Hermanns, konnte eine Restaurierung erreicht werden.

"Kein Geld"

"Kein Geld", hieß es jahrelang. Jetzt teilen sich die Pfarrgemeinde, das Bistum Aachen und die Stadt Hückelhoven die Kosten. Die Gesamtsumme wollte Hermanns nicht nennen, weil man sonst alle erwähnen müsste, die ehrenamtlich Hand- und Spanndienst leisteten und das Vorhaben finanziell unterstützten. Restauriert wurde das Kreuz von Steinmetz Ulrich Hahn in Erkrath. Für das sichere Fundament sorgte die Bauunternehmung Hermanns.

Dann fehlte das Geld für die Anlage. Da sprang die St. Hubertus-Schützenbruderschaft in die Bresche. Sie stellte 1000 Mark aus ihrer Kasse zur Verfügung. Weitere 1825 Mark spendeten sechs aktive bzw. passive Schützenbrüder. Damit war die Finanzierung der Anlage gesichert. Mauer und Pfeiler rahmen den Kreuzplatz ein. Das schmucke Gitter der Einfassung mit Türchen stellte der 70-jährige Schützenbruder Matthäus Dohmen her.

Die Einweihungsfeier beginnt am Samstag nach der Vorabendmesse gegen 18.15 Uhr. Für den musikalischen Rahmen sorgen das Fanfarencorps "Freisinn", der Kirchenchor "Cäcilia" und der Männergesangverein "Borussia".