Erkelenz: Ein Hauch von Wiener Charme in Erkelenz

Erkelenz : Ein Hauch von Wiener Charme in Erkelenz

Zeitungen, Bücher, Notizen lagen in symphatisch-intellektuellem Chaos auf dem Schreibtisch neben dem Klavier. Hinter dem Schreibtisch auf der Bühne der Leonhardskapelle saß Wolfgang Mika und führte durch das 12. Operncafé mit dem Thema „Wiener Blut „Alles Walzer - oder was?”

„Worum es mir geht, ist klar zu machen, dass Wiener Blut nicht nur etwas Romantisches ist, das mit Walzern von Johann Strauß einhergeht, sondern eine Besonderheit. Wien war immer eine interkulturelle Stadt, mit allem was dazu gehört”, sagte Wolfgang Mika.

Wien war 500 Jahre lang die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Viele fremde Völkerschaften und Sprachen tummelten sich hier. So war Wien bis 1800 die internationalste Stadt weltweit, und noch bis nach dem zweiten Weltkrieg waren zwölf Sprachen in der Stadt daheim.

Das hinterließ seine Spuren. Es gab eine Einsicht unter den Künstlern, dass man sich verständlich machen muss. Das Theater entwickelte sich besonders gesten- und mimikbetont. Gemeinsames Essen und Trinken wurde ausgiebig zelebriert - und auch Liebe und Sexualität brauchen keine Worte.