Selfkant-Höngen: Ein Hauch Advent als besonderer Reiz

Selfkant-Höngen : Ein Hauch Advent als besonderer Reiz

Der 20. Lambertusmarkt des Gewerbevereins Höngen lockte tausende Besucher an.

Am Sonntag gab es teilweise kein Durchkommen mehr in der Budenstadt, nachdem man das Selfkanttor durchschritten hatte. Das Selfkanttor entsprang einer Idee des Gewerbevereins und war an sich die Hauptattraktion beim diesjährigen Lambertusmarkt. Am Eingang zur Kirchstraße, von der Heerstraße aus, stach das Selfkanttor direkt ins Auge.

Bereits am Samstag eröffnete Schirmherr Jörg Dahlmanns, Filialleiter der Kreissparkasse Gangelt, den Markt. Zahlreiche Gäste hatten sich zur Eröffnung eingefunden. An der Spitze Leo Dautzenberg, Mitglied des Bundestages, sowie Herbert Corsten, Bürgermeister der Gemeinde Selfkant.

In seiner Festansprache blickte Dahlmanns auf eine lange Tradition des Lambertusmarktes zurück, einem „Glücksfall” für den Selfkant. „Für die Gewerbetreibenden ist der Lambertusmarkt lohnend, für die Besucher informativ und unterhaltsam. Der Branchenmix, den fast 100 Aussteller aus Handel, Handwerk und Dienstleistungsgewerbe anbieten, ist schon beeindruckend. Die Leistungsschau zeigt einen repräsentativen Querschnitt der gewerblichen Vielfalt unserer Region”, so Dahlmanns.

Diese Koordination der Leistungsschau der Gewerbetreibenden, bestückt mit einem Hauch eines Adventsmarktes, gibt dem Lambertusmarkt seinen besonderen Reiz.

„Die Kunden sind mobiler denn je geworden und keineswegs gezwungen, die heimatlichen Betriebe zu unterstützen. Und so liegt es an den Betrieben, den Kunden zu überzeugen. Das örtliche Gewerbe darf und muss sich nicht verstecken, sondern den Kunden suchen”, so der Schirmherr. Er wünschte sich in der Bevölkerung mehr Optimismus und Vertrauen.

Als Schlusswort gab Dahlmanns sein persönliches Leitmotiv (Aussage des Dichters Dante im 14. Jahrhundert) allen mit auf den Weg: „Der eine wartet bis die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.”

Gottfried Engendahl, Vorsitzender des Gewerbevereins, sah wie viele einen schleppenden Anfang am Samstag, doch der Sonntag übertraf alle Erwartungen. Es war wie beim Dekanatsschützenfest vor Monaten, als Höngen aus allen Nähten platzte und die Bevölkerung leicht um des Vierfache anstieg.

Rund um Höngen standen wieder die Autos dicht an dicht, teilweise gab es sogar auf den Umleitungsstrecken kein Durchkommen mehr. Bis weit in Stein hinein parkten die Autos. Die Freiwillige Feuerwehr war zwei Tage lang mit der Verkehrsregelung im Dauerstress.

Der 20. Lambertusmarkt hatte erneut einiges zu bieten, für jedermann etwas im Angebot. Viele Besucher marschierten bepackt mit Tüten Richtung Auto.