Aachen: Ein „Grüezi Schweiz“ auf dem Aachener Markt

Aachen : Ein „Grüezi Schweiz“ auf dem Aachener Markt

Sie waren laut, die Schweizer, und schon aus der Ferne nicht zu überhören. Mit lautem und gleichmäßigem Klang näherten sie sich dem Markplatz, fanden einen ohrenbetäubenden Weg entlang der vielen hundert Zuschauer, die sich um die Absperrungen rund ums Rathaus verteilt hatten, ausgestattet mit kleinen rot-weißen Schweizer-Flagge-Fähnchen.

Jodelnd begrüßten sie ihr Partnerland, Aachener und Schweizer gleichermaßen. Und jodelnd begrüßten sie die Trychler — die zwölf jungen Männer, die für ein akustisches Statement sorgten. Männer, die riesige Kuhglocken mit den Händen hielten und sie mit jedem Schritt und jedem Stoß gegen den Oberschenkel zum Klingen brachten. Männer, die ihr Land repräsentierten, das 13. Partnerland des CHIO — die Schweiz.

„Unsere Freunde aus der Schweiz sind zu uns gekommen. Und sie sind bunt gekommen“, sagte Moderator Volker Raulf, der beim „Grüezi Schweiz“ vor dem Rathaus seine Gäste vorstellte und, der Name sagt es, begrüßte — ein erstes kleines Kennenlernen vor der heutigen Eröffnungsfeier sozusagen. Recht hatte er ja, bunt wurde es, aber eben auch laut.

Etwas dezenter klangen da schon die Alphörner. Schloss man während ihres Spiels für einen kurzen Moment die Augen, dann hatte man den Eindruck, weit weg zu sein. Gar so, als stünde man auf einer grünen Wiese und blicke auf die Berge, die Rinder und Pferde, eine Alm und viele Schweizer in traditioneller Tracht. Öffnete man die Augen wieder, so wurde dieses Bild wahr. Was fehlte, war lediglich die grüne Wiese und die Alm entpuppte sich dann doch als Rathaus. Dank Sonnenschein, den vielen strahlenden Gesichtern und der wohlig klingenden Musik blieb das Gefühl aber das gleiche.

Die Aachener Stadtreiter, die Standartenreiter, die Aachener Prinzengarde und vor allem die Berner Dragoner und Freiberger brachten dann mit den Hufen trappelnd ein erstes wohliges CHIO-Gefühl auf den Markt.

Der Geruch der Tiere, die mit ihren Hufen über die Pflastersteine donnerten, unterstützte dies. Vor allem der Auftritt der alten Schweizer Postkutsche — wohlgemerkt mit wertvoller Fracht — sorgte für ein staunendes Raunen im Publikum.

Mit an Bord waren neben ALRV-Präsient Carl Meulenbergh und seiner Frau Hildegard der Schweizer Generalkonsul Markus Meli mitsamt seiner Frau Christa Meli-Seitz. Meli begrüßte die Aachener, die Weltmeister, die Pferdefreunde. „Heute gehört der Marktplatz den Pferden“, sagte er in fast perfektem Hochdeutsch mit herrlich klingendem Schweizer Dialekt.