Kreis Heinsberg: Ein großer Erfolg schon an vielen Schulen

Kreis Heinsberg : Ein großer Erfolg schon an vielen Schulen

In einer aktuellen Studie zur Gewalt wird festgestellt, dass an Schulen immer öfter Konflikte mit Gewalt gelöst werden sollen. Dem möchte das Jugendrotkreuz im Kreis Heinsberg entgegen wirken.

Schon seit zehn Jahren bieten die Mitglieder ein Programm für Streitschlichtung an Schulen an und wollen nun die Gelegenheit nutzen, das Programm auch im Offenen Ganztagsunterricht der Grundschulen umzusetzen.

In Erkelenz wird begonnen, wie der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, Wilfried Mercks, und die Mitarbeiterin der Bildungseinrichtung MaxQ Sylvia Ebeling bei einer Informationsveranstaltung zum Thema erläuterten.

Der Referent des Abends, Helmut Püschel, Referatsleiter Jugendbildung und Schularbeit beim DRK-Landesverband Nordrhein, machte deutlich, dass der Versuch, den Kindern eine friedliche Welt zu vermitteln, möglichst früh einsetzen müsse. Auch Grundschüler könnten sich gegenseitig helfen und diesen Gedanken später in die weiterführenden Schulen, in den Beruf und die Vereine weitertragen.

Püschel erläuterte die Bausteine, mit denen die Ausbildung zu Streitschlichtern durch geschultes Fachpersonal des Jugend-Rotkreuzes erfolgen soll und zeigte auch auf, wie unterschiedlich Gewalt wahrgenommen wird.

Wichtig ist nach seiner Meinung, dass es keine Gewinner und Verlierer beim Schlichten gibt und die Kinder ihr Gesicht wahren.

Die müssten selbst zur Schlichtung bereit sein und dann Lösungen erarbeiten und finden, die Schlichter - immer zwei Schülerinnen und/oder Schüler - helfen nur.

Wichtig ist allerdings, dass das Programm auch durch das Lehrerkollegium der Schule und die Eltern getragen wird.

Mit der indianischen Weisheit „Urteile nicht über einen anderen Menschen, ehe du nicht vier Monate in seinen Mokassins gewandert bist” möchte das JRK den Konflikten untereinander vermittelnd entgegen treten und hat deshalb als Symbol für das Streitschlichterprogramm auch eine Friedenspfeife gewählt.

Es war eigentlich bedauerlich, dass die Informationsveranstaltung ein sehr geringes Echo fand. Nur wenige Pädagogen und Eltern folgten der Einladung. Über das Haus des DRK in Erkelenz, Zur Feuerwache 8, ist aber weiteres Infomaterial zu erhalten.

Streitschlichter gibt es bereits an zahlreichen Schulen auch im Kreis Heinsberg. Dort wird mit gutem Erfolg gearbeitet. Über einen etwas anderen Weg soll es ausgebaut werden.

In Erkelenz wird im Bereich der Angebote zur Nachmittagsgestaltung damit begonnen. In Houverath und an der Franziskusschule ist der Anfang gemacht.