Hückelhoven-Schaufenberg: Ein Besuch im Paradies

Hückelhoven-Schaufenberg : Ein Besuch im Paradies

Hotdogs und Rohkost, sportlicher Einsatz und Kopfarbeit, die Bedürfnisse des Einzelnen und der Gruppe - wie bei vielen Dingen galt auch während der fünftägigen Osterferienspiele im Refugio, dem Evangelischen Jugendheim: Die richtige Mischung macht´s.

Bändigung der „Horde”

„Jeder kommt bei uns auf seine Kosten”, ist die Jugendleiterin Michaela Frentzen-Millhofer überzeugt. „Niemand wird hier überfordert.” Wer in die Augen der fast zwei Dutzend Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zwölf Jahren schaut, den ausgelassenen, aber doch konzentrierten Betrieb im Bastelraum oder in der Küche beobachtet, der erkennt alsbald: So muss es wohl sein.

Äußerst zufrieden zeigt sich die Jugendleiterin mit ihren vier jugendlichen Betreuern Jenny Schmidt, Kristina Kaib, Katja Ehrensdorf und Burak Horuz. „Die geben sich wirklich sehr viel Mühe.” Nicht immer einfach sei es, so eine Horde Kinder zu bändigen, weiß Frentzen-Millhofer. Vollkommen ungehemmt ihrem Bewegungsdrang nachgeben konnten die Ferienspieler etwa bei der Rallye durchs Dorf. Sowohl Schnelligkeit als auch Sorgfalt waren gefragt, denn schließlich mussten die Flitzer zum Beispiel den Namen sowie das Alter der Grundschule in Erfahrung bringen oder die Geräte auf dem Spielplatz zählen.

Auswertung der Punkte

Der Auswertung der Punkte wohnten tags darauf der stellvertretende Bürgermeister Dieter Geitner und Jugendamtsleiter Ralf Schwarzenberg bei. Auf welchem Ross wird nicht geritten? Welcher Schuh passt auf keinen Fuß? Knifflige Quizfragen wie diese brachten die ansonsten gut informierten Gäste in Schwierigkeiten. Ein Geschenk ließen sie trotzdem da, nämlich Geld für einen Eiscafébesuch.

Der fernöstlichen Philosophie wandte sich die Gruppe am Freitag zu: Per Rad fuhren sie nach Wassenberg, picknickten gemütlich und trainierten dann in einer Kung-Fu-Sportschule die Kunst des Shaolin. Zum Abschluss lernten sie gar das Paradies kennen - das Spielparadies in Baal wohlgemerkt.

Schlichtung des Streits

Gemeint ist in diesem Fall ein Indoor-Spielplatz. Den anderen aussprechen lassen, ein gemeinsames Thema finden, sich selbst auch mal zurücknehmen. Um soziale Kompetenzen zu erlernen oder zu vertiefen, seien die Ferienspiele als geschützter Rahmen ein ideales Trainingsfeld, erläutert die Jugendleiterin. Und wenn es doch Streit gibt, schlichten ganz bestimmt die Betreuer.