Kreis Heinsberg: Ehrenamtlicher Einsatz ist nötiger denn je

Kreis Heinsberg : Ehrenamtlicher Einsatz ist nötiger denn je

„Soziales Engagement zieht sich wie ein roter Faden durch Ihr Leben!” Mit diesen Worten würdigte der Landtagsabgeordnete Winfried Schittges, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, bei einer Feierstunde im Heinsberger Kreishaus das Wirken von Marianne Bückers.

Der stellvertretenden Vorsitzenden der Lebenshilfe für Behinderte im Kreis Heinsberg wurde der Rheinische Ehrenpreis für soziales Engagement verliehen.

Marianne Bückers setze sich schon seit Jahren für Menschen mit Behinderung in der Region ein, so Schittges in der Laudatio. Ausgelöst worden sei dieses Engagement durch ein sehr persönliches Ereignis - durch die Behinderung ihrer Tochter Elke. Aber Marianne Bückers sei es wichtig gewesen, sich auch über ihr Privatleben hinaus zu engagieren: Vielen Organisationen und Vereine sei ihr Einsatz zugute gekommen, vor allem der Lebenshilfe, bei der sie seit über 15 Jahren ehrenamtlich im Vorstand tätig sei.

Dort kümmere sie sich als stellvertretende Vorsitzende insbesondere um die Werkstätten für behinderte Menschen und eine Kindertagesstätte. Sie setze sich für alle Belange in der Behindertenarbeit ein.

Marianne Bückers erkenne die Chance, behinderten Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen - etwa durch die Einführung des Persönlichen Budgets.

Auch in der Kreisgruppe des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sei Marianne Bückers im Vorstand aktiv, merkte der Laudator an. In der Gesellschafterversammlung der Prospex gGmbH, der Werkstatt für Menschen mit seelischer Behinderung, sei sie die Vertreterin der Lebenshilfe.

Ebenso sei im Vorstand der Lebenshilfe-Stiftung, im Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte in Aachen sowie als sachkundige Bürgerin im Sozialausschuss des Kreises Heinsberg aktiv. Ausschussvorsitzende Edith Schaaf hatte die Auszeichnung für Marianne Bückers angeregt,

„Ohne den Einsatz der vielen helfenden Hände wäre die Arbeit der Vereine und Organisationen kaum möglich”, sagte Schittges. Denn Menschen wie Marianne Bückers seien für Männer und Frauen mit Behinderung das Bindeglied zur Gesellschaft.

Zu den Gratulanten gehörten Landrat Stephan Pusch und der Gangelter Bürgermeister Bernhard Tholen. Pusch sprach ihr Dank, Respekt und Anerkennung für ihr vorbildliches Engagement aus. Tholen erinnerte daran, dass es ohne Marianne Bückers kein behindertengerechtes Freibad in ihrer Heimatgemeinde Gangelt geben würde.

Marianne Bückers fühlte sich nach eigener Aussage nicht so recht wohl bei dieser Ehrung, stünde sie doch auch vielen anderen zu. „Aber stolz bin ich schon”, räumte sie ein und dankte ihrem Ehemann Eduard für das Verständnis, erfordere das ehrenamtliche Engagement doch viel Zeitaufwand.

„Es ist nötiger denn je, sich für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite stehen, ehrenamtlich einzusetzen. Und kein Geld der Welt kann die Freude und die Dankbarkeit, die zurückkommen, ersetzen”, sagte die Geehrte zum Abschluss der Feier.