Heinsberg: Ehepaar nutzt Internet zum Betrug

Heinsberg : Ehepaar nutzt Internet zum Betrug

Nach monatelangen Ermittlungen wurde in der vergangenen Woche durch Polizeibeamte des zuständigen Kriminalkommissariats 11/31 der Kreisbehörde ein junges Ehepaar, beide Täter 27 Jahre alt, in Heinsberg festgenommen.

Sie stehen im Verdacht, in den letzten zwei Jahren in etwa 500 Fällen Personen aus dem gesamten Bundesgebiet betrogen zu haben.

Nach einer richterlichen Vorführung wurde das Paar in Untersuchungshaft genommen.

Die Recherche ergab, dass die Eheleute im Internet unter den verschiedensten Verkäufernamen hochwertige Waren (Handys, Digitalkameras und Designer-Artikel) zum Verkauf angeboten bzw. in Versteigerungen bei verschiedenen Internet-Auktionshäusern eingestellt hatten.

Die interessierten Kunden wurden aufgefordert Vorkasse zu leisten. Doch nach Eingang des Geldes erhielten die Absender die bestellten Waren entweder gar nicht oder ihnen wurden Nachnahmepakete mit wertlosem Inhalt, zum Beispiel Steinen, Zeitungspapier und Ähnlichem geschickt.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei folgende Vorbeugungstipps:

Seien Sie sich stets der möglichen Risiken bei Internet-Geschäften bewusst.

Informieren Sie sich als privater Teilnehmer am e-commerce möglichst genau über Ihre Geschäftspartner.

Prüfen Sie insbesondere Angebote genau, bei denen Sie in finanzielle Vorleistung treten müssen.

Nutzen Sie in diesem Fall die angebotenen Treuhandkonten der Auktionshäuser, insbesondere bei teuren Artikeln.

Bei Kontakten zum Verkäufer sollten schriftliche Unterlagen, zum Beispiel e-Mails, aufbewahrt werden.

Informieren Sie sich auf den Internet-Seiten von Verbraucherschutzverbänden, privaten Vereinen oder speziellen Diskussionsforen und Computerzeitschriften über mögliche Risiken.

Die Polizei geht in Fällen des Internetbetruges von einem hohen Dunkelfeld aus. Daher werden betroffene Internetkunden gebeten: Haben Sie Vertrauen in die Kompetenz der Strafverfolgungsbehörden.

Opfer brauchen nicht zu befürchten, dass ihr Handeln als leichtsinnige Vorgehensweise abgetan wird. Angst vor Blamage ist nicht angebracht.

Weitere Vorbeugungstipps erhalten Sie beim Kommissariat Vorbeugung der Polizei Heinsberg, 02452/920555.